Von Gemeindegründung und Zellteilung

Deutschland - Geistliches Notstandsgebiet

Impulse von den Impulstagen*

* = die zweiten Impulstage für Gemeindegründung und Gemeindewachstum im Nov./Dez. 2007 in Bischofsheim/Rhön, veranstaltet von “Arbeitskreis Wachstum” der AGB der Brüdergemeinden und Gemeindeforum Wiedenest

„Christsein ist primär eine Identität, nicht eine Aktivität.“

„In mir selbst bin ich sündiger, als ich jemals geglaubt habe, aber in Christus bin ich geliebter, als ich jemals gehofft habe.“

—Dr. Stephen Beck, Professor für praktische Theologie an der FTA Gießen

Gemeindegründung heißt auch Zellteilung. Das macht aber nicht nur Freude. Da gibt’s auch Frust und Depression, wenn geliebte Geschwister plötzlich woanders dienen und man auf einmal nur noch halbsoviel Leute im Gottesdienst hat… Doch es macht auch ganz viel Freude und Mut: wenn man das neue “Baby” wachsen sieht. Wir haben es in Bischofsheim bei den Impulstagen 2007 gehört: Gemeinden entstehen, sie wachsen, sie teilen sich. Die Tochtergemeinde beginnt zu wachsen; sie wächst immer weiter und teilt sich ebenfalls. So geht es immer weiter. Ganz egal ob man es Zellteilung nennt oder Vervielfältigung, nur wenn es am Ende mehr wird, findet Wachstum statt. Dabei geht es nicht nur um äußerliches, zahlenmäßiges Wachstum! Es geht genauso darum, dass das Evangelium nach Innen wächst, dies schließt alle und alles mit ein.

Steven BeckGemeindegründung sind nicht nur die Riesen-Aktionen, das Aufsehenerregende. Gemeindegründung und –Wachstum sind in erster Linie: “Durchalten, Zähne zusammenbeißen, arbeiten und gegen jeden Widerstand stehen bleiben. Es ist harte, entbehrungsreiche Arbeit, geprägt von Flehen, Fehlentscheidungen und Frust. Und nur wer dazu bereit ist, kann in einer (Groß-) Stadt Gemeinde bauen.” …sagt Jürgen Fischer, Gemeindegründer und “Wachstumshelfer” in Berlin Spandau. Dort gibt es eine Gemeindegründungsarbeit, die sich der Herausforderung stellt, den “gemeinen deutschen Arbeiter” zu erreichen (womit sich die “Gemeindegründungszene” bisher recht wenig befaßt hat…).

Wozu dann der ganze Aufwand und warum? – Weil Gott es will! Und weil es um die Menschen in dieser Welt geht. Klingt doch toll, oder? “Gemeinde ist nur Gemeinde, wenn sie für andere da ist. Gemeinde sein entscheidet sich daran, ob sie Gemeinde fürdieWelt ist.” So hat es Dietrich Bonhoeffer einst gesagt und damit ausgedrückt, was die eigentliche Motivation ist. – Wenn wir in unseren Mitmenschen und in unseren Orten nichts Liebenswürdiges mehr sehen, sollten wir es bleiben lassen. Dann sollten wir aber ehrlicherweise auch aufhören zu jammern, “wie schlecht doch alles ist…”

Hier ist das das ziemlich abgedroschene Bild vom bequemen frommen Schaukelstuhl einmal angebracht: Wir müssen aus genau diesem heraus und rein in die Welt! Wenn wir für unsere Region da sein wollen, wird es bald konkret bedeuten, dass wir mit gemeindlicher Zellteilung anfangen – auch in Herold. Das ist mein Fazit und absolut wichtiger Impuls von den Impulstagen in Bischofsheim 2007. Es gibt noch viele viele Impulse mehr. Sprecht mich doch einfach an dazu…

—David Decker für pusteblume 01/2008

(”pusteblume” ist das Gemeindemagazin der EFG Herold/Erzgebirge)

„Finanzierung von Mitarbeitern?—Soll ich Euch was sagen? Mich kotzt diese Diskussion an! Und wisst ihr warum? Wir haben dicke genug Geld.Wenn ein paar von den Christen, die Häuser haben, ihre Häuser verkaufen würden, könnten wir all die Mitarbeiter finanzieren, die wir brauchen würden. Das Geld ist schon da.Wenn ein paar Leute wirklich ernst machen würden mit ‚Gottes Reich auf Nummer Eins‘.—Ich mein’ wirklich auf Nummer Eins, nicht dieses ‚Hier ist meine Karriere.‘ (Dann kommt lange nichts.) ‚Dann kommt meine ehrenamtliche Mitarbeit in der Gemeinde.‘ Das nenn’ ich dann Nummer Eins, weil es die Nummer Eins nach meiner Karriere ist.Wenn das wirklich so wäre, dass Christen das Reich Gottes auf EINS setzen. Ich meine wirklich!—Sich nichts selber vormachen, sich nicht in die Tasche lügen oder sonst was.—Wir hätten Null Probleme mit der Finanzierung sämtlicher Vollzeitler, die wir brauchen. Deswegen die Frage an Euch:
Seit ihr wirklich dazu bereit?“

—Jürgen Fischer, Gründungspastor von „The Rock“ in Berlin-Spandau

Über den Autor

David Decker

Ein Erzgebirger, Jahrgang 1977. Musikliebhaber, Radfahrer, Webseiten- und Bücherleser, Kommunalpolitiker, Gemeindemitarbeiter, Gotteskind, Blogger, WordPress-Anwender... Und: Herausgeber von ekkaleo.de [weitere Infos hier...]

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