a5 Magazin – Musik Kultur Christsein
Vor einem Jahr erblickte des (bis dato immer noch!) jüngste gedruckte Magazin aus dem Dunstkreis der christlichen Popularmusik das Licht der Welt. Was euphorisch begann, hat nun eine gewisse Routine erreicht, nämlich die der regelmäßigen Erscheinung. Eben das ist bereits der erste wichtige Erfolg!
a5, das heißt in erster Linie: so ist das Format. Also 21 Zentimeter breit und 14 Zentimeter hoch. Aufgeklappt dann eben doppelt so hoch, logo. Und genau das macht soviel Spaß: a5 läßt sich ebenso gut in der S-Bahn lesen wie auf dem Klo. Dabei paßt alles Wichtige rein und dennoch ist es keine dieser „textlastigen Romanzeitschriften“ …
Neben diesen – wichtigen – Äußerlichkeiten lese ich die Zeitschrift aber noch viel lieber wegen ihrer Atmosphäre und den Inhalten. So herrlich unaufgeregt, kompetent und unterhaltsam hatte ich schon lange kein gedrucktes christliches Magazin aus deutschen Landen mehr in der Hand. Keine fromme Insider-Überheblichkeit à la ‚jetzt-kommen-wir-frommen-Szenemenschen-im-mittleren-Alter-und-erklären-euch-die-fromme-Musikwelt’, sondern Frische und das gebotene Maß an Understatement. Dadurch bekommen die Stories die nötige Ernsthaftigkeit und Natürlichkeit. Und so liest sich das ganze auch besser.
Einige Bilder vom a5 Magazin Juni-Juli 2008Ebenso gut an a5 finde ich die Unabhängigkeit: kein Buch- oder Musikverlag steckt dahinter und auch nicht der ERF/CINA oder SCM (Stiftung Christliche Medien). So ist es langfristig förderlich und erbaulich für die Szene. Sicher, Anzeigen sind auch hier notwendig, aber bisher hält sich das Verhältnis und die Platzierung zu den redaktionellen Inhalten sehr gut die Waage und es irritiert nicht.
Verantwortlich für a5 zeichnet in erster Linie Volker Gruch. Er ist der Chef vom Dienst und führt eine Riege ehrenamtlicher Autoren an, von denen einige, wie er selbst, einige Zeit für die letztes Jahr eingestellte eXact! gearbeitet haben. Volker Gruch hat selbst bandmusikalischen Hintergrund, aber vor allem Szene-Kompetenz und einen geistlichen Ansatz.
Dieser Ansatz findet sich letztlich auch im Motto des Magazins wieder: „Musik Kultur Christsein“. Damit sind ähnliche Ziele wie bei ekkaleo genannt. Nur hat bei a5 die Musik durchaus einen etwas höheren Stellenwert. Doch die Mischung mit Buchrezensionen und Kulturberichten sowie geistlichen Erlebnissen ist gut gelungen, weit besser als seinerzeit in der eXact!, finde ich.
Alles in allem kann man a5 nur wärmstens weiterempfehlen. Im Abo kostet der ganze Spaß für 6 Ausgaben inklusive Versand unglaublich günstige 15,00 EUR im Jahr! Das heißt also drei mal weniger zu McDonalds gehen, dafür aber gesunde geistige Nahrung zu sich nehmen. In diesem Sinne: immer schön querdenken – und ebenso –lesen :-)
» Webseite: http://a5-das-magazin.de














Hier sprichst Du mir ganz aus dem Herzen, lieber David.