Revofest: Sixpence None The Richer kommen nach Deutschland
…und es ist zum Heulen, dass ich da nicht hinkann (Urlaub muß auch mal sein)! Wie auch immer, daß Revofest findet vom 15. bis 17. August im Schloßpark Weiler in Waldaschaff (b. Aschaffenburg, direkt an der A3) statt. Es ist ein ganz neues Sommerfestival in Deutschland und hat eine Vision! Nämlich die, junge Leute mit Visionen für die Menschen in unserem Land zusammenzubringen.
Was könnte man da besseres anbieten, als ein geniales Sommer-Musikfestival mitten im August (der traditionelle Flevo-Termin läßt grüßen…)? Eben! Dazu kommen zahlreiche Angebote an Workshops usw. Aber das erlebt man am besten selbst vor Ort.
Um schon mal so richtig die Vorfreude raus zu lassen für alle, die an besagtem Wochenende Zeit haben, hier die Bandliste:
Freitag, 15. August:
Sixpence None The Richer (USA)
Sarah Kelly (USA)
Verra Cruz (UK)
Claas-P. Jambor (D)
Starfield (USA)
Samuel Harfst (D)
Stereotype:G (D)
d:projekt (D)Samstag, 16. August:
Salvador (USA)
Crushead (D)
Newworldson (Kanada)
Fireflight (USA)
Stellar Kart (USA)
Arne Kopfermann (D)
Sarah Brendel (D)
Make Up Your Mind (NL)
Es ist beeindruckend, dass es das engagierte Veranstalterteam geschafft hat, gleich bei der Premiere Sixpence None The Richer, die genialen Newcomer Newworldson aus Kanada und auch Salvador zu bekommen. Das ist eine riesen Leistung und sollte entsprechend gewürdigt werden. Für die beiden erstgenannten wird es zwar nicht der erste Auftritt in Deutschland sein, jedoch in dieser Konstellation auf jeden Fall neu. Für Sixpence None The Richer, bzw. genauer Leigh Nash & Matt Slocum plus Band, ist es der erste Auftritt in Europa nach ihrer Wiedervereinigung 2008. Gute Aussichten also :-)
Die Website des Festivals bietet alle erdenklichen Infos zur Veranstaltung mit wirklich allen Details: zu allen Künstlern, zum Gelände, zur Anfahrt und natürlich den sagenhaft günstigen Preisen (Tages- und Wochenendkonditionen möglich)! Also laßt euch das nicht entgehen: http://revofest.de
Einen Flyer gibt es auch - Ausdrucken und weitergeben …
Mahnende Worte an die Kritiker:
Leider hat dieses mutige Engagement der Veranstalter und deren Gemeinde (Baptisten aus Aschaffenburg) auch zahlreiche Kritiker auf den Plan gerufen, sowohl von Seiten der Fans (unfaßbar, bei dem Lineup!) sowie auch (frommen) Szeneleuten aus Deutschland. Der Vorwurf, mal auf den Punkt gebracht: eine riesen Luftblase, aufgesetzt, unprofessionell. Das klingt mächtig gewaltig. Läßt jedoch völlig außer Acht, dass selbst gestandene Veranstaltungen mit Umbuchungen zu kämpfen haben und sonstigen Veranstalterschwierigkeiten, die eben jedes Mal anders sind. Unter diesem Blickwinkel entlarvt sich schnell die Kritik als unprofessionell und eine riesen Luftblase. Nur weil jemand etwas wagt in Deutschland, muß man ihm keine Knüppel zwischen die Knie werfen! Das ist absolut unfair. Im Gegenteil sind Ermutigung und Begleitung sowie “einfach-mal-ausprobieren” viel eher hier angebracht, auch und gerade im Angesicht der geistlichen Vision für die junge Generation, die die Veranstalter haben! Johannes Radke hat als Fachmann (Veranstalter des RWL-Festivals!) in einem Blogbeitrag bei sound7 die Initiative ergriffen und die Ehre des Projektes wiederhergestellt. — ekkaleo steht ebenfalls voll hinter dem Projekt Revofest und wird es 2008 rein “virtuell” unterstützen, bei einer nächsten Auflage (2009? Hoffentlich!) sicher noch ganz anders. Die Verbindung von Gemeinde, Musikkultur und geistlicher Vision scheint mir hier vorbildlich umgesetzt. Ich wünsche dem Projekt einen guten Verlauf und viele segensreiche Wirkungen!





David, auch an dich ein persönliches Danke! für die Ermutigung.
Revofest soll jungen Christen zur Ermutigung und Insperation dienen - die Gemeinde von 2008 wird von dieser Altersgruppe geformt und sie sollen unsere 100%ige Aufmerksamkeit bekommen.
Jungs und Mädels: lebt eueren Traum täglich aus, IHR habt die Gemeinde in Deutschland in eueren Händen. Lernt von unseren Fehlern (obwohl ich auch nur 39 bin) und hört auf Gottes Wort.
Revofest lädt euch ein, gemeinsam die Gemeinde in Deutschland zu erweitern.
Übrigens, Habt ihr jemals nachgezählt, wieviel Tierärzte es in euere Stadt und Umgebung gibt? Nun, zählt mal wieviele Gemeinden / Kirchen es im gleichen Raum gibt. Ich glaube das Resultat wird euch überraschen - laßt von euch hören, ist Tier oder Mensch in Deutschland besser aufgehoben ….
Danke, Matt! Freut mich, dass es ankommt ;-)
Ja, wir brauchen neue Gemeinden in Deutschland - wirklich neue Gemeinden für die Menschen, für die Welt, FÜR UNSER LAND!
Hallo David,
zunächst freu ich mich als alter Leser der CCM-Reziseiten, dass es hier weiterhin was von Dir zu lesen gibt.
Bezüglich Revofest gabs zwar eine Handvoll Kritiker im Sound7-Forum, zu denen ich auch gehörte, aber der größere Teil dieser Leute hat auch irgendwo zum Ausdruck gebracht, dass man dem Ganzen zwar skeptisch, aber nicht ablehnend gegenübersteht. Nun kann Skepsis zwar einerseits als Gegenwind empfunden werden, andererseits aber auch als Ansporn: ich sehe in manchem, was sich seit den ersten Zwischenrufen bei Revo getan hat durchaus auch positive Reaktionen auf berechtigte Kritikpunkte. Das Verebben der Diskussion zeigt wohl auch, dass kein beteiligter S7-Forianer zur Spezies Dauerstänkerer gehört.
Die Kritik am “Kritikgeist” kann ich stehen lassen, wenn ich sie als mahnende Worte gegen eine allgemein negative Grundhaltung lese. Konkret aufs Revo-Fest, seine Selbstdarstellung, seine Philosophie und seine Vorstellungen bezüglich Kirche und Gemeinde hätte ich noch manche kritische Anfrage auf dem Herzen.
An vielen Orten unseres Landes wünsch ich mir z.B. eben k e i n e neuen Gemeinden, sondern “erneuerte” oder “erneuerbare” Gemeinden. Durch familiäre Umstände bin ich selbst Angehöriger einer Freikirche, sehe auch Chancen, die sich aus freikirchlichen Strukturen ergeben, nehme aber auch wahr, dass eine “lebendige” Volkskirche vielfach mehr in die Gemeinwesen hinein wirken und Orte positiv prägen kann als eine Freikirche, die oft mehr als ihre Glieder das wollen mit sich selbst und ihrem “Vereinsleben” beschäftigt ist.
Hallo Rainer,
danke für dein ausführliches Feedback! Du wirst dich wundern, aber ich sehe es wie du! D.h. ich gehöre zu denjenigen, die auch bestehenden Gemeinden noch eine Chance geben und an dieser Stelle nicht “superradikal” sind. Andererseits bin ich seit einiger Zeit der absoluten Überzeugung, dass wir auch neue Gemeinden brauchen, aber nicht dem Sinne: so wie die bisherigen nur moderner angestrichen. Sondern wir brauchen neue Gemeinden für den Kontext, wie ich oben geschrieben habe: für die Welt! Und da sind wir wieder beieinander, was du für die Volkskirche schreibst. Das ist ja auch eine Tatsache: wir brauchen all das gleichzeitig, nicht das eine gegen das andere ausspielen. - Da ich selbst aus einer traditionellen Freikirche komme, die seit einigen Jahren im Wandel ist, kenne ich deine genannten Probleme nur zu gut aus der Praxis. Wichtig ist, das das Umdenken im Kopf losgeht. Jede Gemeinde/ Richtung/ Bund hat aber auch spezifische Stärken ebenswo Schwächen. Insgesamt gibt es aber ein riesiges Potential. Gottes Gemeinde ist wie eine Art “Abenteuerspielplatz” könnte man manchesmal meinen :-)
Herzliche Grüße, David
Hallo David,
da scheinen wir uns ja ganz einig zu sein. Dieses “Gemeinde für die Welt sein” hat schon Dietrich Bonnhoeffer angemahnt. Er schrieb sinngemäß, dass Kirche immer Kirche für andere sein solle. Das ist leider eine schwer umsetzbare Sache und erfordert tatsächlich ein radikales Umdenken (da steht wohl jedem zunächst mal seine eigene Natur im Weg). Und leider bleibts dadurch vielerorts beim “modernen Anstrich” - deshalb kommen wir da wohl nur tastend und experimentierend voran.
Herzlicher Gruß, Rainer
Hallo David, Rainer und alle, die dieses lesen :)
Es freut mich, dass die Diskussion von Revofest weg und auf Fragen viel wichtiger, gerichtet wurden. Ihr habt beide recht und ich will es hier deutlich hervorheben: es geht hier nicht um neue Gemeinden oder eine Abwertung der existierenden Gemeinden.
Worum es uns bei Revofest geht, ist junge Leute zu erreichen und sie zu animieren, für Jesus zu leben, in ihrer Gemeinde aktiv zu werden und in ihrem Umfeld neues zu bewirken. Ist das in einer bestehenden Gemeinde, Landeskirche oder Freikirche, dann Halliluja! Aber was machen wir in den Gegenden in Deutschland, wo Menschen 40km und mehr fahren müssen, um eine lebendige Gemeinde zu besuchen? Ist es gut, das diese soweit fahren müssen?
Unser Anliegen ist es, Jesus allen in unserer Gesellschaft nahe zu bringen, vorallem aber den Jugendlichen und diese werden durch junge Christen erreicht.
Es gibt soviel zu erzählen und so wenige Zeilen. Wir wollen Gemeinden in ganz Deutschland erreichen und unsere Vision mit diesen persönlich teilen. Wenn ihr in einer Gemeinde seid, die interesse an unsere Vision haben, bitte lasst uns zusammen kommen.
Übrigends, Revofest war wirklich Erfolgreich. Obwohl die Besucherzahlen viel weniger als Erwünscht waren, gab es Bekehrungen, etliche Jugendliche wurden Inspiriert und eine Organisation hat sich dazu entschlossen, in Frankreich ein ähnliches Projekt zu beginnen.
Revofest 2009 wird vom 20-22 August stattfinden und einige Bands sind schon gebucht. 2009 wird etwas anders sein, da wir viel mehr auf die Workshops und Seminare konzentrieren werden. Es ist schließlich in diesen, wo eine Veränderung in den Herzen unserer Besucher bewirkt werden können.
Laßt uns gemeinsam Deutschland verändern. Gottes Segen - Matt