…warum der/die mich so blöde angrient?
„…warum der/die mich so blöde angrient?“
Oder: Wie Liebe in Aktion kommt
Vor 20 Jahren erschien dieser Schlager von Grönemeyer—“Was soll das?“. Gleiches könnte man fragen, wenn es um den Umgang unter Menschen geht. Da gibt es bisweilen so manche Misstöne. Sei es ein Grinsen („grienen―…) zur falschen Zeit am falschen Ort, oder gar noch schlimmer… Wir kennen das sicher…?!?
Und wie ist das eigentlich in und mit der Gemeinde? Da wissen wir ja alles ganz genau. Doch der Alltag sieht anders aus. Da ist es ähnlich wie überall sonst im Leben: auch hier gibt es Leute, wo man lieber weglaufen möchte, wenn man sie sieht. Hinzu kommt ein relativ hoher Verwandtschaftsgrad. Viele Geschwister kennen sich von klein auf. Was eigentlich eine wunderbare Sache ist (!), hat jedoch manchmal seine Schattenseiten. — Nicht selten kann man mit Kritik nicht umgehen, geschweige denn mit Konflikten. An vielen Ecken kann sich Heuchelei einnisten. Das Schlimmste: was ich am anderen so schlecht finde, entdecke ich bei ehrlicher Betrachtung womöglich bei mir selbst. — Hilfe, wo soll das alles hinführen?
Dabei will man all das eigentlich gar nicht—und nimmt manches wohl auch nicht (mehr) so bewusst wahr. Die Motive waren oder sind gut—nur die Praxis sieht nach vielen Jahren oft anders aus.
Und gegen all das steht das biblische Gebot: ‚Liebe Gott von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und Kraft und mit ganzem Verstand. Und liebe deinen Nächsten wie dich selbst.‘ (vgl. Markus 12,29+30)
Wie soll das nun gehen? Wie kann die Liebe beim geschwisterlichen Umgang miteinander in die sprichwörtliche Aktion kommen? Gibt es irgendwelche Rezepte für gute und schnelle Lösungen? Lösungen, die im Alltag spürbare Verbesserung bringen, d.h. eine ehrliche und (von Her-zen) herzliche Atmosphäre? An der Liebe untereinander sollen wir ja erkannt werden (vgl. Johannes 13,34+35).
Ein Schnell-Rezept gibt es hier nicht: In der Bibel wird viel direkt und indirekt zu diesem Thema gesagt. Gottes Wort stellt dabei Ziele auf—und hält diesen Anspruch bewusst hoch. Gott setzt den Maßstab nicht tiefer, auch wenn Er weiß, dass wir auf der Erde noch Sünder sind. Sein Anspruch bleibt—und das ist gut für uns. Zum Beispiel 1. Korinther 13 gibt uns Anhaltspunkte, wie das Ziel konkret aus-sieht. Hier sind Tätigkeitsworte und Eigenschaften genannt. Ganz praktisch, was die Liebe hat und macht.
Am Anfang steht dabei die bewusste Willensentscheidung, sich auf Gottes Wirken einzulassen und selbst in Aktion zu kommen. — Ich bin überzeugt, das braucht Überwindung, damit wir aus unserer Trägheit herauskommen. Einfach ist dies nicht. Aber erstrebenswert. Und das dann lebenslang…!
In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine gute Aktion—nicht nur bei unserem Gemeinde-Projekt ab Ende August 2008!
—Euer David :)
(Kolumne für die “pusteblume” 04/2008, das Gemeindemagazin der EFG Herold/Erzgebirge)
P.S. Vielleicht werde ich ab Ende August über den Verlauf des Gemeindeprojektes unter dem Titel “Liebe in Aktion” hier berichten? - Wird vermutlich eine lohnenswerte Sache …





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