Webradio neu angestrichen: Last.fm
Gestern hat Last.fm sein neues Outfit freigeschalten. Das wollten soviele Musikbegeisterte weltweit sehen, daß gleich mal die Server in die Knie gingen. Insofern ein gutes Zeichen, denn Last.fm ist kaum noch wegzudenken im Web. Besser gesagt, im „Web2.0“. Womit wir beim Stichwort wären: Last.fm ist eine der wenigen wirklich sinnvollen und noch dazu vorbildlich aufgezogenen 2.0 Websites. Also denjenigen Websites, wo es irgendwelche bunten Hebelchen, Buttons, neckische Schriftzüge und lauter so neue Funktionen gibt, wo man zu jeder Tages- und Nachtzeit irgendwie was dran machen kann. Mal so ganz flapsig ausgedrückt.
So, da ist es nun also neu angestrichen. Und? Das Kernelement „rot“ ist geblieben, aber ein wenig zurückgefahren. „Weiß“ wurde mehr und blau darf nun auch sein. Neben der veränderten Seitenaufteilung (an die ich mich erst noch gewöhnen muß), sind jedoch alle bisherigen Funktionen erfreulicherweise an Board geblieben. Es sind sogar neue Funktionalitäten wie die „Library“ hinzugekommen sowie gleichermaßen neue Einstellmöglichkeiten, zum Beispiel für die „Charts“. Insofern eine runde Sache und etwas, was die Benutzer sicher schnell honorieren werden. Außerdem gibt es mehr Einsatzmöglichkeiten für den Player und die eigenen Playlisten, worauf viele gewartet haben dürften.
Was hebt eigentlich Last.fm von anderen ähnlichen Branchendiensten sowie generell von anderen Web2.0-Diensten ab? Ich würde diese Dinge nennen:
- schon lange am Markt, daher unglaubliche Erfahrung
- von Anfang international orientiert – die mehrsprachige Umsetzung ist vorbildhaft – d.h. hier kommt wirklich die Welt auf (Fan-) musikalischer Ebene zusammen
- Mehrwert für den Nutzer: legale, kostenlose Songs herunterladen
- personalisiertes Webradio vernünftig umgesetzt, es läuft in der Praxis
- vorbildliche Interaktionsangebote auf der Seite, die sich dem Nutzer auch erschließen
- funktionierendes Abo-Modell mit entsprechendem Nutzen (keine Werbung; verfügbarer Player; besseres Streaming; Zugriff auf Beta-Inhalte)
- kostenloser und Premium-Inhalt quasi im „friedlichen Nebeneinander“ auf der Seite – unaufdringliche Lösung!
- mitbauen an der Website ist möglich und zwar gleichzeitig für: Fans, Künstler, Labels – dabei spielt es bei den Interpreten & Labels keine Rolle, ob sie Independent oder Major sind – dabei ein Nutzen für den Inhalte-Einsteller als auch für den Dienst – Win-/ Win-Situation!
Last.fm ist nun schon seit knapp drei Jahren einer meiner Lieblingsdienste, die ich fast täglich nutze. Und wenn man mal irgendwo ohne kleine Musikbox ist, hat man zumindest per Rechner via Internet trotzdem immer einen Soundtrack dabei. Also, ich möchte das Angebot nicht missen und hoffe, daß die Last.fm-Server immer schön ihre Geschwindigkeit halten, denn wir wollen ja kein „Least.fm“ :-)
Die Adressen





[...] Ein paar mehr Gedanken zum neuen Layout machte sich z.B. David Decker [...]
[...] ich mich über den Durchbruch der Schallgrenze von 20.000 gescrobbelten Songs bei last.fm (ich berichtete [...]
[...] machen? Richtig, es gibt ja noch Last.fm, meine Rettung! Dort hab ich einfach mal meine ersten 25 Lieder aus den letzten 6 Monaten [...]