Lebendige Hoffnung verbindet Ukraine und das Erzgebirge
Seit nunmehr 8 Jahren besteht der Verein Lebendige Hoffnung e.V. Von Hermannsdorf, einem kleinen Ortsteil der Ergebirgsstadt Elterlein, aus gibt es Verbindungen ins ferne Odessa in der Ukraine am Schwarzen Meer. Dort gibt es ein Tageszentrum für Kinder und Jugendliche (und bald ein Zweites!), um in sozialen Problemen und relativ großer Armut eine Hoffnungsoase und einen Ort der Hilfe zu haben.
Aus dem Erzgebirge und aus anderen Städten und Regionen Deutschlands werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern verschiedenste Hilfsgüter mit viel Liebe und Aufwand zusammengetragen und ebenso finanzielle Mittel in Form von Spenden zur Verfügung gestellt. Zweimal pro Jahr geht ein voll beladener Transport ans Schwarze Meer. Und alle zwei Jahre kommt ein Bus voller junger Menschen in entgegengesetzter Richtung ins Erzgebirge.
Ende Juli 2008 war es wieder soweit: 28 Kinder und Jugendliche aus Odessa kommen für 14 Tage nach Deutschland, um einmal Urlaub zu machen, um aus dem oft eintönigen und mitunter sehr schwierigen Alltag herauszukommen. Vereinsmitglieder und Freunde stellten ein abwechslungsreiches (Abenteuer-) Programm für die jungen Ukrainer auf die Beine und alle verlebten zusammen sehr schöne Sommertage.
Zum Besuch im Erzgebirge gehört immer auch ein „Dankesnachmittag“ für Unterstützer aus Deutschland: am 3. August 2008 war es in Hermannsdorf wieder einmal soweit. Im Pfarrgarten wurde ein fröhliches Fest gefeiert. Im Laufe des Nachmittags wurden zudem viele Geschenke an die ukrainischen Freunde übergeben: von der Grundschule Crottendorf, dem Jahnsbacher Seniorenverein und Freunden aus Geyer.
Höhepunkt war das Programm in der Kirche, wo die Kinder und Jugendlichen Lieder und Tänze darboten, die großen Anklang fanden. Sogar ein deutsches Lied wurde extra einstudiert. Drei Jugendliche erzählten aus ihrem bewegten Leben, wie für sie das Tageszentrum und die Vereinsarbeit inmitten familiärer und sozialer Not zu einem Hoffnungsanker wurde. Auch durch den christlichen Glauben fanden sie neuen Halt im Leben – neben der Schulausbildung und weiteren Angeboten welche die Mitarbeiter vor Ort im Tageszentrum anbieten.
Viele Kinder kommen seit Bestehen des Zentrums in Odessa dorthin: für sie ist es Teil des Lebens und neue Heimat geworden. Genauso für die Mitarbeiter und das Leiterehepaar, Nicole & Slavik Borisuk (Nicole, geb. Mittelsdorf stammt aus Hermannsdorf!). Es ist erstaunlich wie mit relativ bescheidenen Mitteln Kindern geholfen werden konnte, die nachhaltige Veränderungen erlebten. Wer die Bilder in der Hermannsdorfer Kirche gesehen hat, ging tief berührt nach Hause.
Die Hilfe aus Deutschland ist wichtig, aber nicht nur in finanzieller Hinsicht. Viele Kirchen und Gemeinden beten für die Arbeit in Odessa und legen vielfältig Hand mit an. Doch es gibt nicht nur Transporter zu beladen. Viele Jugendliche aus Deutschland konnten bereits ein Praktikum oder freiwilliges Soziales Jahr in Odessa machen und zum Beispiel Deutsch oder Musik unterrichten. Und ganz nebenbei lernten sie eine Menge für ihr eigenes Leben und den späteren Berufsalltag. So profitieren beide Seiten von diesem Dienst an den Menschen.
Lebendige Hoffnung, daß bedeutet konkrete Hilfe über Länder- und Sprachgrenzen hinweg. Es bedeutet aber auch neuen Lebenssinn und neue Hoffnung aus dem Glauben heraus. Man kann dem Verein für seinen Dienst nur alles Gute und viele weitere Unterstützer wünschen!
Weitere Informationen zum Verein, auch zu Spendenmöglichkeiten:
www.lebendigehoffnung.de
Weiterer Bericht: Bei KabelJournal-Nachrichten …






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