Wir dienen den Leuten!
„Wenn eine Gemeinde 30, 40 Jahre lang existiert und kein Kind bekommen hat, dann ist diese Gemeinde nicht gesund.“ ~Johannes Reimer
Prof. Johannes Reimer ist Professor an der Universität von Südafrika und im Namen dieser Uni lehrt er an der Bibelschule Wiedenest. Er ist Missionswissenschaftler und Gemeindegründer. Ursprünglich stammt er aus der Sowjetunion, siedelte aber Mitte der 70er Jahre nach Deutschland über. Heute ist er ein gefragter christlicher Redner - weltweit! Er ermutigt und ermahnt Christen auf der ganzen Welt, einen biblischen Glauben zu leben und in die Welt zu gehen, zu den Menschen, um ihnen zu dienen.
Über all solche Sachen sprach Ingrid Heinzelmaier vom ERF mit Johannes Reimer. Hier die Aufzeichnung der Sendung von 2007 unter dem Thema: “Müssen Gemeinden Kinder kriegen?”.
„Was wir machen: wir dienen den Leuten. — Unser Basisprinzip: erst wollen wir den Menschen dienen!“ ~Johannes Reimer
Einige Gedanken aus dem Interview:
Die Situation ist so dramatisch wie die Zahlen sind. Im Jahre 2031 könnte die Kirche von England aufhören zu existieren – sollte die Entwicklung so weitergehen wie derzeit. Wir hätten es mit einem Substanzverlust, also mit einem Glaubensverlust zu tun, so Johannes Reimer. Und weiter: „Viele christliche Kirchen/ Gemeinden verwalten nur noch Religion – eine verwaltete Religion kommt bei den Menschen nicht an.“
Es ginge darum, Gemeinde neu schaffen: für den Kontext – für die Menschen; eben Gemeinde ganz neu denken. Es geht um Gemeindekonzepte, die außerhalb des traditionellen Christentums liegen; da kommen zum Beispiel Leute zusammen in einer Kneipe.
Und Johannes Reimer berichtet von seinem letzten Gemeindegründungsprojekt in einem Dorf im Kölner Umland. Es fing 2000 mit 5 (Gemeindegründungs-) Leuten an. Heute besuchen einige hundert Menschen die Gottesdienste: „Was wir machen: wir dienen den Leuten. — Unser Basisprinzip: erst wollen wir den Menschen dienen!“ Die erste Aktion: Duschkabinen für den örtlichen Sportverein wurden gebaut. Und als weitere größere Aktion wurde eine christliche Beschäftigungsgesellschaft gegründert - das Dorf liegt in einer Strukturschwachen Region. Zentrales Element der Gemeinde ist eine Geh-Struktur - als Gegenmodell zur Komm-Struktur der traditionellen Kirchen/ Gemeinden. Eben jene Komm-Struktur funktioniert nicht mehr. Es stagniert bzw. geht zurück. Außerdem sei diese Struktur im Neuen und Alten Testament nicht zu finden, vielmehr geht es dort immer ums Hingehen in die Welt, um sie zu verändern. Gott will das Heil der Welt.
Johannes Reimer: „Gemeinden werden Kinder bekommen, wenn sie Gemeinde leben. Eine extern fokussierte Gemeinde kann nicht anders: das wird automatisch passieren. Wenn eine Gemeinde 30, 40 Jahre lang existiert und kein Kind bekommen hat, dann ist diese Gemeinde nicht gesund.“
Die Moderatorin schließt mit dem - durchaus mehrdimensional zu verstehenden :) - Satz: „Kinder bekommen, ist also eine natürliche Lebensäußerung für Gemeinden.“
Ich sage dazu schlicht und einfach: Amen! Los geht’s für Deutschland!





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