Danny Plett & Band live in Thum/Erzgebirge
18.9.2008, St. Annenkirche, Thum/Erzgebirge
live: Danny Plett & Band
Lebenslieder von dem Felsen
(Thum.) Auf den Tag genau ein Jahr später war Danny Plett wieder live im Erzgebirge zu erleben, genauer gesagt, in der kleinen Bergstadt Thum. War er 2007 noch mit der Abschiedstournee von One Accord zu Gast, verschlug es ihn heuer als Solokünstler, aber natürlich mit Band, wieder in den Südwesten Sachsens. Wie die Spontanumfrage ergab, waren mindestens ein Drittel der Gäste schon beim letzten Mal dabei und es versprach erneut ein schönes Liederfest mit Anbetung zu werden.
“Im Gehorsam steh ich auf” (Auszug)
(Videolink)
Was mir sehr gut gefiel: Danny spielte ein Potpourri seines bisherigen Schaffens, so war neben Solo-Songs, auch einige speziell für One Accord geschriebene Stücke zu hören. Nach dem Piano-Intro „Rise My Soul“ erklang der One Accord-Klassiker „Heaven“, richtig schön beschwingt. Da zeigte sich, wie gut ein elf Jahre altes Stück wirklich ist. Und so passierte es noch einige Male, zum Beispiel mit „Rock In The River“ oder auch beim dramatischen „Ein Feuer“.
Von seinem neuesten Album „Dich will ich sehen“ wurden nach meiner Zählung nur zwei Titel gespielt, was ich jedoch nicht weiter dramatisch fand. Nach Thum war er mit seiner Rockband gekommen, die DWIS-Songs bräuchten aber einen größeren Saal, Flügel, eventuell Streicher und vielleicht einen Background-Chor. Das war an diesem Abend nicht dran. Die Intention der Lieder war jedoch ähnlich:
“What’s Your Jericho?” (komplett!)
(Videolink)
Dannys Hauptanliegen mit seinen Liedern ist es, eine Brücke zu bauen zwischen dem lebendigen Gott und den Menschen, in diesem Falle seinem Publikum. Je länger das Konzert fortschritt, desto mehr erzählte Danny aus seinem Leben. Keine großen Sachen, alles Alltagserlebnisse mit seiner Frau, seinen Kindern, von Konzertreisen usw. Und das Erstaunliche dabei: es waren Geschichten, wo er selbst nicht so gut dabei wegkam. Er gestand seine Schwächen und Fehler treuherzig ein – und auch noch mit jeder Menge Humor. Er berichtete mitfühlend von Veränderungen in seinem Leben. Alles habe ihn bisher nur dazu geführt, Gott mehr zu lieben und zu loben, ja sogar zu segnen.
Das sprach viele an, so mein Eindruck; es war eine sehr herzliche, offene Atmosphäre. Danny war es wichtig, nicht fromm und scheinheilig aufzutreten, sondern verletzlich und ohne Allüren. Das machte ihn glaubwürdig. So konnten sich alle Besucher irgendwie darin wiederfinden, egal ob es Christen waren oder Leute, die an diesem Abend nur mal neugierig in die Kirche kamen. In impulsiv rockenden Hymnen, durch bombastischen Soulpop und mit leisen Pianoballaden wies der Künstler und seine Musiker auf den Felsen im Fluß hin: der Fels, der stehen bleibt, wenn die Strömung fortreißt. Danny möchte sein Leben auch weiter auf diesen Fels – Jesus Christus – bauen und Ihm seine Lebenslieder singen.
“Du siehst die Wunden” (Teil 1/2, Auszug)
(Videolink)
Dabei tat die Musik diesem Anliegen keinen Abbruch, im Gegenteil. Die Band präsentierte solides, schnörkelloses Handwerk, wo das Zuhören, Genießen und Mitfeiern wirklich Freude machte. Altmeister Frieder Jost am Baß, Florian Eilers an der Gitarre, Sebastian Cuthbert am Schlagzeug und ein Nachwuchstalent am Keyboard (dummerweise den Name nicht gemerkt…) zeigten nicht nur bei den knackigen Solis ihr Können. Sebastian Cuthbert durfte nach der Pause sogar zeigen, was er Solo draufhat. Der musikalische Alleskönner bot einen rauh-souligen love-Song dar. Die Stimmung in der Thumer Kirche war sehr gut, doch letztes Jahr eine Idee besser und energischer. Vielleicht lag es dieses Mal an den wenigen freigeblieben Plätzen oder an der fehlenden Chor-Power (die eben doch was besonderes mitbringt!)?
Nichtsdestotrotz erlebte das generationenmäßig gut gemischte Auditorium einen langen, intensiven und inhaltlich absolut substanzreichen Abend. Es freut mich sehr, dass es solche ehrlichen und leidenschaftlichen Interpreten wie Danny Plett gibt, die noch dazu über eine geistliche Vision verfügen. Zusammen mit seinem Missionswerk Janz Team ist es Danny Plett ein Herzenswunsch, dass Menschen innerlichen Frieden und Heilung erfahren. Mit den Liedern aus seinem eigenen Erleben der letzten 20 Jahre lädt er immer wieder gerne dazu ein – und hoffentlich nicht das letzte Mal im Erzgebirge :-)
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hi! gibt’s “ein feuer” auch als video? habs auf youtube leider nicht gefunden… im rahmen seiner tour habe ich danny plett vor kurzem auch live gesehen, und das war mein favourite. wäre schön, es nochmal wo zu hören ;-)
Hallo Thilo, leider hab ich von “Ein Feuer” kein Video gemacht, alle 12 von mir stehen auf YouTube, mehr hab ich net :-)
schade… aber danke für das, was da ist!
[...] freue mich, dass mier hier eine eigene live-Aufnahme des kompletten Songs geglückt ist. Danny Plett mit “You Are” - der Liederschreiber [...]