Gott ist Liebe (LiA Tag 29)

40 Tage Liebe in Aktion - Echte Beziehungen lebenAndachtsbuch:
Liebe hat den Nächsten im Blick, darum geht es im heutigen Beitrag des Aktionsbuches. Der Tagesvers aus dem 1. Korintherbrief 13,5 zeigt, dass Liebe nicht selbstsüchtig ist: “Die Liebe verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach.” (Neue Genfer Übersetzung). Dem würden wir sicherlich zustimmen. Doch halt! Heute lebt man anders, das ist das Problem. Man denkt zuerst an sich, hat sich was verdient, darf etwas, leistet sich etwas, weil man es sich (selbst) wert ist usw. Schöne einseitige, egoistische Welt. Es geht jetzt nicht ums Lamentieren, sondern darum, die Perspektive zu verstehen.

Die Liebe - und eigentlich müßten wir eine Person einsetzen - ist nicht egoistisch. Die Bibel spricht dazu eine klare Sprache: “Niemand liebt seine Freunde mehr als der, der sein Leben für sie hergibt.”, heißt es mit den Worten Jesu im Johannesevangelium 15,13 (Neue Genfer Übersetzung). Das ist das Beispiel und Vorbild der göttlichen Liebe. Wir sollen ebenso handeln. Die Bibel geht sogar noch weiter: wer nur an sich selbst denkt, kann Jesus nicht nachfolgen. Er solle sein Kreuz auf sich nehmen und sich selbst verleugnen (vgl. Markusevangelium 8,34-35).

In der Tageslese aus dem Philipperbrief 2,1-11 sehen wir das Beispiel von Paulus und seinen Mitarbeitern, wie herzlich sie mit der Gemeinde in Philippi verbunden waren. Sie sahen sich als Sklaven Jesu Christi (waren demzufolge Nachfolger, s.o.!) und waren deshalb erst fähig in der rechten Weise ihre Glaubensgeschwister zu lieben. Eine sehr bedenkenswerte Stelle!

 
Predigt in der Gemeinde:
Mein Bruder war heute mit der Predigt an der Reihe. Es ging um das Thema „Wie Wertschätzung uns verändert - Die Freundschaft mit Gott vertiefen“; eine der Hauptbibelstellen war aus dem Philipperbrief, Kapitel 2. Überraschenderweise hielt er sich nur teilweise an das vorgeschlagene Konzept, hatte dafür viele Sachen neu vorbereitet. Das war auch gut so, weil das Konzept bisweilen an einigen Punkten etwas einseitig war. So ging er das Spannungsfeld “sich selbst lieben” vs. “sich selbst verleugnen” ein, durchaus ein Dauerbrenner-Thema unter Christen. Es gab Zitate aus den einschlägigen Büchern von Walter Trobisch und Wolfgang Bühne sowie weiterer Autoren. Dadurch wurde die Problematik Selbstliebe, Selbstannahme in Verbindung mit Wertschätzung sehr gut deutlich.

Jeder Gottesdienstbesucher ist berührt nach Hause gegangen, nach der Predigt gab es noch viele gute Gespräche über das Gehörte. — Ich habe für mich mitgenommen, dass Wertschätzung ein Bedürfnis jeden Menschen ist. Doch Wertschätzung können sich Menschen gegenseitig nur bedingt geben bzw. “einfordern”, der eigentliche Wertschätzer ist Gott selbst. Er definiert den Wert jedes Menschen, unabhängig von dessen Leistungen. Dies darf ein großer Trost sein! So wurde der Gemeinde auch anstelle des vorgegebenen Verses (Johannesevangelium 3,16 - den alle kannten/ kennen) der Vers aus 1. Korinther 7,23 vorgeschlagen und als “Lernvers” mit in die Woche gegeben: “Ihr seid teuer erkauft, werdet nicht Knechte der Menschen!” (Schlager 2000 Übersetzung).

Über den Autor

David Decker

Ein Erzgebirger, Jahrgang 1977. Musikliebhaber, Radfahrer, Webseiten- und Bücherleser, Kommunalpolitiker, Gemeindemitarbeiter, Gotteskind, Blogger, WordPress-Anwender... Und: Herausgeber von ekkaleo.de [weitere Infos hier...]

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