Playlist September 2008
Zeit für die Herbst- und Wintermucke und vielleicht ein paar Sommerhitspätzünder?
- Sharona - “Wenn ich dich nicht hätte”
Ein fröhliches Lied über das Kind-Gottes-sein. Die drei Sharona-Mädels brillieren mit ihrem mehrstimmigen Gesang und bieten auf ihrem dritten Album auch endlich die deutschsprachigen Lieder in der Qualität wie die englischsprachigen an. Ein Beispiel ist dieses hier: zum Mitsingen, Mitpfeifen und dankbar sein. Einfach Gott dankend, dass er weiß, was wir brauchen und immer da ist - wie ein Vater bei seinem Kind.
CD: “Hand In Hand”, 2008 / Web - Deas Veil - “White Lights”
Deas Veil präsentieren mit “White Lights” eines der musikalisch besten Indie-Werke 2008! Dabei ist das Teil “nur” eine EP. Der packende Titelsong rockt richtig ab, insbesondere bei den Hooklines verdichtet sich der Gesang. Insgesamt wird hier hochinteressante, solide Handwerksarbeit abgeliefert, die ganz entfernt durchaus etwas an die Kollegen von Seabird und damit irgendwie auch an Coldplay erinnert. Wer Deas Veil noch nicht kennen sollte, unbedingt abchecken :-)
CD: “White Lights EP”, 2008 / Web - Michael W. Smith - “A New Hallelujah (Radio Version)”
Smitty-Man ist wieder in seinem Element: Lobpreis-Hymnen abfeiern ohne Ende! “A New Hallelujah” ist mal kein Cover, sondern ein neuer Track. Schön, das! Dabei steht das Stück durchaus in der Tradition dieser ganzen neuen Worship-Hits aus Amiland und Australien (Stichwort: Hillsong…), doch Smittys Stimme ist nun mal was ganz Besonderes und färbt auf das Lied ab. Inhaltlich geht es durchaus etwas konform mit “He Reigns” von den Newsboys, also um einen weltweiten Chor der Erlösten, die zur Ehre Gottes ein ‘Preist den Herrn!’ schmettern. Amen, Halleluja :-)
CD: “A New Hallelujah”, 2008 / Web - Seabird - “Not Alone”
Ihrem 2008er Album hat die Band gleich noch eine EP nachgeschoben (”Spread Your Broken Wings And Try”). Trotz dieser Schaffenskraft leidet die Qualität nicht. “Not Alone” ist wieder so ein Coldplay-infiziertes Stück, doch auch mit eigener Kante. Der impulsiv-treibenden Instrumentierung ist der stark nasale und launige Gesang des Frontmannes entgegengesetzt. Alles in allem springt eine melodramatische Indie-Hymne bei raus.
CD: “Spread Your Broken Wings And Try” (EP), 2008 / Web - Downhere - “Cathedral Made Of People”
Die Kanadier von Downhere machen mächtig Dampf mit ihrem genialen vierten Album! Dieses Lied steht beispielhaft für die zwölf mitreißenden Rocktracks. Es geht dabei um das, was die Gemeinde Jesu ist und was sie ausmacht. Sie ist ein geistliches Gebilde, Teil des Reiches Gottes. Gut finde ich, dass Downhere auch unangenehmes wie Bedrängnis und Verfolgung der Gemeinde nicht verschweigen. Ihre Texte sind wie das ganze Songwriting: authentisch und geerdet. Ganz starker Song!
CD: “Ending Is Beginning”, 2008 / Web - Downhere - “The Problem”
Und gleich der zweite Downhere-Streich: ebenso eingängig, ebenso herausfordernd. Das Thema dieses Liedes ist das Böse sowie das Leid in der Welt und dazu die Frage, warum Gott dies alles zuläßt. Die Downhere-Jungs diskutieren nicht, sie drehen den Spieß um und sagen in entwaffenender Offenheit: das Problem (mit der Welt) bin ich, bzw. jeder Einzelne. Das geniale ist nun, wie sie das alles in Liedform gebracht haben. Da bin ich baff!
CD: “Ending Is Beginning”, 2008 / Web - Feiert Jesus 14:
» Anja Lehmann - “So groß ist der Herr”
Im Original heißt das Lied “How Great Is Our God” und wurde von Chris Tomlin geschmettert. Neben Tomlin sind Jesse Reeves und Ed Cash Co-Autoren. Anja Lehmann hatte nun die Ehre für eine weitere deutsche Version das Solo singen zu dürfen. Und sie macht das richtig gut. Dadurch gewinnt diese Version Eigenständigkeit, zusammen mit dem Chor kommt sie der Originalhymne schon recht nahe. Schönes Lied, schöner Text, schöne Melodie.
» Johannes Falk - “Darum jubel ich dir zu”
Noch eine deutsche Version, dieses Mal stammt das Original von Danny Plett, von dessen 2004er Album “Like A River”. Johannes Falk (on a mission) übernahm das Solo und bringt ein fetziges Lobpreisstück rüber.
» Conny Reusch - “Herr der ganzen Schöpfung”
Und schon wieder ein Cover: die eingedeutschte Version von “God Of Wonders” kommt dem Originaltext leider nicht ganz nahe, besitzt dennoch ihre Faszination. Beim Solo fiel die Wahl auf Conny Reusch - sehr passend, wie ich finde.
CD: “Feiert Jesus! 14″ (Verschiedene Interpreten), 2008 / Web - Manfred Siebald - “Es soll Menschen geben”
Fünfmal gehört und schon wußte ich: das hier ist ein weiterer Siebald-Klassiker. Tiefblickende, augenzwinkernde Lyriks und ein beschwingtes Arrangement, mehr brauchte es nicht. Lange klang Manfred Siebald nicht mehr sooo gut! Er nimmt wieder einmal allzumenschliche Schwächen aufs Korn, ohne belehrend zu sein. Eine seltene Gabe. Dabei fängt er wunderbar und ganz nebenbei den Zeitgeist ein.
CD: “Aber sicher”, 2008 / Web - Crystal Lewis - “Jesus Paid It All”
Mit ihrer unvergleichlichen Stimme hauchte “die Lewis” auch diesem alten Glaubenslied neue Kraft ein. Plötzlich klingt es vertraut, so modern und läßt einen ob des Textes aufmerken. Ganz sanft dringt es vor, um in der zweiten Liedhälfte mitsamt dem Background-Chor fast in einen Pophit abzudriften. Eines bleibt: ein Kleinod zeitgenössischer Hymnencoverei und die Erinnerung an das einmalige Erlösungswerk Jesu Christi am Kreuz von Golgatha.
CD: “Holy Holy Holy”, 2002 / Web - Newsboys - “He Reigns”
Das Lied der Erlösten als Kampfansage an die Mächte der Finsternis und als weltweites Lob der Herrschaft Jesu Christi. Das simple, doch geniale Gitarrenriff dominiert diesen Karriere-Hit der Newsboys. Langsam steigt die Dramatik, bis der Gospelchor dazukommt und ein Gänsehaut-Finale einläutet. Oh, immer wieder schön dieser Song, dazu ein sinniger Text von Steve Taylor, eher unüblich für Lobpreis-Hits, aber genau das macht “He Reigns” ja so originell. Halleluja, Er regiert!
CD: “Adoration: The Worship Album”, 2003 / Web - Sixpence None The Richer - “Circle Of Error”
Dieses Lied hörte ich zum ersten Mal im Herbst 1995. So richtig entdeckt habe ich es erst im Frühjahr des Folgejahres, es war lange Zeit eines meiner absoluten Lieblingslieder der Band. ‘Der Kreis der Irrtümer’ hat so einen starken Refrain und der Gesang ist zusammen mit dem Arrangement “wonderfully layered rock’n'roll”. Bis heute hat das Stück nichts von seiner Faszination eingebüßt; ein Beispiel für zeitlose Lieder.
CD: “This Beautiful Mess”, 1995 / Web - Code Of Ethics - “Somebody’s Waiting”
Ziemlich überraschend wurde ich auf das neue Code Of Ethics-Album gestoßen. Hätte ich nicht gedacht, das nach all den Jahren da noch mal was kommt. Ebenso überraschend ist die Rückkehr zu den großartigen “alten” Klängen. Es geht zurück zum Synthiepop der frühen 90er Jahre, wo COE seine beste Zeit hatte. Einige Einflüsse von The Echoing Green und Depeche Mode (sogar ein Cover, man glaubt es kaum!) sind natürlich auch vertreten. In “Somebody’s Waiting” hat Barry Blaze das Thema Mission bzw. “weltweite Vision” zu einer richtig netten Synthpop-Hymne verarbeitet. Doch wie könnte es anders sein, dieser Track steht nur beispielhaft für ein insgesamt hervorragendes Album!
CD: “Lost In Egypt”, 2008 / Web





Kommentar hinterlassen