Wer liebt, hat Zeit (LiA Tag 14)

40 Tage Liebe in Aktion - Echte Beziehungen lebenAndachtsbuch heute:
Heute steht der Tagesvers im Philipperbrief Kapitel 2, Vers 28: “Umso schneller schicke ich jetzt Epaphroditus zu euch zurück, damit ihr euch freut, ihn wohlbehalten wiederzusehen, und ich selbst eine Sorge weniger habe.” (Gute Nachricht Übersetzung). Der Glaubensbruder von Paulus, Epaphroditus, mutete sich eine lange Reise zu, um Paulus zu besuchen. Er nahm sich Zeit, weil er liebte. Er investierte in eine Beziehung und zeigte es durch sein Handeln.

Im Aktionsbuch steht als Merksatz: “Wir erkennen an der Zeit, die wir uns für etwas nehmen, wer und was uns wichtig ist.” Dazu wird dann unser meist nach vollem Terminkalender bestimmtes Dasein erläutert und das wir ja immer keine Zeit haben - angeblich. Ein Termin wird von einem Datum bestimmt, auf das wir uns einigen. Dieses Wort “Datum” entstammt der lateinischen Sprache und bedeutet: “etwas Gegebenes”. Ein Datum ist also etwas, was schon da ist, und das kommt nicht von uns. Wir können es nicht machen, und wir wissen, dass Gott die Zeit macht, sie bestimmt. Zeit ist uns also gegeben, geschenkt und anvertraut. Wir haben sie also!

“Du hast mich schon gesehen, als ich noch ein Embryo war. Und in dein Buch waren sie alle geschrieben, die Tage, die schon gebildet waren, noch ehe der erste begann.” ~Die Bibel - Psalm 139, 16

Daher muss man sich das Gegebene nehmen, um es zu nutzen. Anders gesagt: Zeit ist da, wir müssen sie nur (in Anspruch) nehmen! Die Frage ist wirklich, wie wichtig uns Beziehungen sind, ob wir tatsächlich lieben und ob wir Prioritäten setzen. Welchen Stellenwert haben Beziehungstermine im Vergleich mit unserern “Sachterminen”? Durch unsere Zeitnutzung und durch unser Reden (”Ich habe keine Zeit…”) offenbaren wir meist unbewußt und unfreiwillig unser Denken und unsere wahre Herzenshaltung. — Hier sollten wir umdenken.

Das Aktionsbuch bringt einen weiteren interessanten Gedanken ins Spiel: Wenn wir offen sein wollen für andere, wenn wir Zeit für Beziehungen primär einplanen wollen, dann müssen wir uns auch unterbrechen lassen, d.h. Pläne könnten hinfällig werden, der Tag einen anderen Verlauf nehmen. Wer andere liebt, hat vielleicht keine Zeit, doch er nimmt sie sich, wenn andere ihn brauchen. “Unterbrechungen” solcher Art sind für Liebende gar kein Problem.

In der Tageslese steht der Sinnabschnitt aus dem Philipperbrief (Kapitel 2, Verse 25-30), wo es um Epaphroditus geht. In den Versen taucht das Wort “Liebe” nicht auf. Dennoch wird klar, welchen Wert hier die Beziehung hat, welche Opfer die Liebe bringt und welche Rolle die Zeit dabei spielt. Sehr bedenkenswert!

Kleingruppe von gestern:
Wir waren in unserem Hauskreis zu sechst und haben uns mit dem Bibeltext aus Lukas 6,27-36 beschäftigt, einem Auszug aus der Bergpredigt. Aufgefallen ist uns dabei, wie klar und deutlich Jesu Worte sind, und wie sehr sie aus dem Alltag kommen. Jesus philosophiert nicht, er spricht vom Handeln. Wichtig wurde uns die Reihenfolge der Liebe: Entscheidungen - Taten - Worte - Gebete. Wir fangen oft genau umgekehrt an, doch es ist nicht immer gut, gleich loszubeten. Gerade in der heutigen Generation ist es Menschen zunehmend wichtiger, die Ernsthaftigkeit zu sehen in unserem Tun. Fragen kommen dann fast von allein und auch unser Reden wird gefragt sein, ebenso das Gebet. Logo.

Alle im Hauskreis konnten aus ihrem Alltag berichten, welche Erfahrungen sie mit schwierigen Menschen innerhalb und außerhalb der Gemeinde machen. Dies war ein weiterer thematischer Schwerpunkt des zweiten Kleingruppenthemas der Aktion. Es war ein sehr lebendiger Austausch, wo wir wirklich jeder was davon mitnehmen konnten. — Entscheidend ist, ob man aus der Sicht des anderen handelt, auf sein Wohl bedacht ist. Dann wird es auch möglich, auf den Mantel zu verzichten (vgl. Lukas-Stelle). Taten der Liebe offen oder insgeheim zurückzufordern oder zurück zu erhoffen ist wirklich ein Problem. Vieles geschieht wirklich aus Berechnung. Hier wollen wir uns neu von den Worten Jesu leiten lassen.

Über den Autor

David Decker

Ein Erzgebirger, Jahrgang 1977. Musikliebhaber, Radfahrer, Webseiten- und Bücherleser, Kommunalpolitiker, Gemeindemitarbeiter, Gotteskind, Blogger, WordPress-Anwender... Und: Herausgeber von ekkaleo.de [weitere Infos hier...]

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