Tag der Bibelschule 2008 (Nachlese)

Der Wiedenester Bibelschulchor vor dem Mottobild der ´Lebendigen Steine´

Der Wiedenester Bibelschulchor vor dem Mottobild der ´Lebendigen Steine´

Am 12. Oktober 2008 fand im Missionshaus Bibelschule Wiedenest der diesjährige “Tag der Bibelschule” statt. Oder anders gesagt: die Absolventen des Jahrgangs 2008 wurden festlich verabschiedet und alle neu aufgenommenen Schüler ebenso festlich eingeführt. Und in diesem Jahr hatte ich eine ganz persönliche Verbindung dazu, denn mein jüngster Bruder begann seine 3-jährige Bibelschulausbildung mit dem Schwerpunktfach Evangelisation. Wir waren als Familie den langen Weg von Sachsen angereist und haben miterlebt, wie 50 Abgänger in “das Leben” entlassen und ebensoviele junge Leute “zum Unterricht” begrüßt wurden.

Es war ein schöner Tag, wo nicht nur die Sonne lachte - in Wiedenest durchaus etwas ungewöhnliches -, sondern auch deutlich wurde, für was Bibelschule eigentlich da ist. Die Festpredigt zur Einführung der Neuankömmlinge hielt Dr. Rolf Hille, der derzeitige Leiter des Albrecht-Bengel-Hauses in Tübingen. Er sprach über die lebendigen Steine; das sind die Christen, aus denen die Gemeinde Jesu besteht. Der Ecktstein ist Jesus Christus selbst. Die Predigt über den 2. Petrusbrief 2,1-10 war tief, sehr praktisch und ermutigend und wohl genau das Richtige für die vielen neuen Bibelschüler, die Ermutigung und Orientierung gut gebrauchen können.

Der Wiedenester Bibelschuljahrgang 2008 bei der Einführung

Der Wiedenester Bibelschuljahrgang 2008 bei der Einführung

Die Predigt am Nachmittag hielt Uli Neuenhausen, Schulleiter der Bibelschule. Sein Thema war die Freude, nach dem bekannten Abschnitt im Philipperbrief (im Kap. 4). Auch sein Vortrag war sehr praktisch und holte die Absolventen da ab, wo sie stehen, bzw. jetzt wieder in den Alltag gehen.

Besonders beeindruckt hat mich an diesem Tag, wie wichtig und notwendig Bibelschule ist. Dort werden nicht nur junge Leute theologisch geprägt, sondern praktisch, gemeindschaftlich usw.. Da gibt es Vernetzungen untereinander, ebenso mit Gemeinden in ganz Deutschland und darüber hinaus. Erstaunt hat mich zudem die Bandbreite von Gemeinden und Gemeinschaften, die ihre Leute auf eine Bibelschule schicken: von den verschiedensten Brüdergemeinden über Bapisten, lutherische Landeskirchler, EC’ler, CVJM’ler, diverse Gemeindeneugründungsarbeiten und ebenso landeskirchlichen Gemeinschaften. Einmal mehr wurde klar: der Glaube verbindet, doch die jungen Leute werden auch untereinander viel zu entdecken haben. In Verbindung mit dem Wiedenester Werk beschäftigt mich schon seit einer Weile die besondere Schnittmenge aus Missionswerk, Gemeindeforum und eben Bibelschule. Ich denke genau dieses Zusammenspiel kann sehr gute Früchte tragen - sowohl in die Gemeinden als auch in die Gesellschaft bzw. “Außenmission” hinein. Alle drei Bereiche brauchen einander und könnten bzw. sollten voneinander lernen. Das läßt über den Tellerand hinausblicken und sorgt für die notwendige Demut für unseren Dienst als Christen.

Ich werde natürlich die Ausbildung meines Bruders in gewisser Weise begleiten und in Zukunft öfter live aus bzw. über Wiedenest berichten. Für 2009 sind schon einige hochinteressante Termine gebucht. Seid also gespannt :-)

Über den Autor

David Decker

Ein Erzgebirger, Jahrgang 1977. Musikliebhaber, Radfahrer, Webseiten- und Bücherleser, Kommunalpolitiker, Gemeindemitarbeiter, Gotteskind, Blogger, WordPress-Anwender... Und: Herausgeber von ekkaleo.de [weitere Infos hier...]

Kommentar hinterlassen

Du kannst folgende XHTML Befehle einsetzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <blockquote cite=""> <code> <em> <strong>