Tag der Deutschen Einheit 2008 - 18. Jahrestag

Dem Deutschen Volke - Reichstag in Berlin (Bild: deckerweb)

Ronald Pofalla: Die Lebensleistung der Menschen in den neuen Bundesländern verdient höchste Anerkennung. (Bild: Copyright CDU.de)
Stolz auf das Erreichte
Mit dem 3. Oktober 1990 endete die erzwungene jahrzehntelange Teilung Deutschlands. Dabei waren zuvor der Mut und die Durchsetzungskraft der Menschen in Ostdeutschland einer der wichtigsten Schlüssel für den Erfolg der friedlichen und unblutigen Revolution in der ehemaligen DDR. Klar ist aber auch: Ohne die CDU, die in den alten Ländern immer für die deutsche Einheit eingetreten ist, wäre diese großartige Entwicklung nicht möglich gewesen. Die Überwindung der deutschen Teilung bedeutete das Ende der Unterdrückung durch das SED-Regime und damit Frieden und Freiheit für das ehemals geteilte Deutschland.
Die Lebensleistung der Menschen in den neuen Bundesländern verdient höchste Anerkennung. Das gilt für die Zeit vor und nach dem Fall der Mauer. Während der Zeit der Diktatur haben viele in der DDR versucht, sich individuelle Freiräume gegenüber einer Staatsmacht zu verschaffen, die mit ihrem totalitären Machtanspruch das alltägliche Leben beeinflusst hat. Viele Menschen hielten dagegen - mit Hartnäckigkeit und Einfallsreichtum.
Seit dem 3. Oktober 1990 hat sich viel getan in den neuen Ländern. Nicht alles gelang auf Anhieb. Insgesamt jedoch können sowohl die Menschen im Osten wie im Westen zu Recht stolz auf das bisher Erreichte sein. Die Lasten des Aufbaus Ost wurden von vielen geschultert und getragen. Mit Einsatz, Stehvermögen und Solidarität ist es gelungen, neue Zukunftsperspektiven für den Osten Deutschlands zu schaffen.
Trotz dieser Erfolge darf das geschehene Unrecht in der DDR nicht in Vergessenheit geraten. Politik und Gesellschaft müssen stets den Erhalt einer lebendigen Erinnerungskultur im Bezug auf die Schrecken des SED-Regimes im Blick haben. Gerade angesichts des 20. Jahrestags des Mauerfalls im nächsten Jahr ist es eine unserer wichtigsten Aufgaben, diese Erinnerungskultur zu bewahren und zu stärken. Das sind wir denjenigen schuldig, die mit ihrem persönlichen Einsatz und unter Aufbringung größter Opfer für die Überwindung der SED-Diktatur gekämpft haben.
(via cdu.de)
Und noch ein persönliches Wort: Wir hatten 1990 am 3. Oktober einen Dank- und Anbetungsgottesdienst der Allianzgemeinden im Ort meiner Gemeinde (Thum-Herold, Erzgebirge). Was mir bis heute unvergeßlich geblieben ist, das Motto dieses Gottesdienstes: “Deutsches Volk, besinne dich auf Gott!” — Wie wahr! Es wäre gut, wenn wir vieles aus dieser Perspektive sehen würden, mal eine ganzheitliche Sicht versuchen. Im Grundgesetz ist von der Verantwortung vor Gott die Rede. Dies ist gut für alle Politik und alles menschliche Handeln. Christen sind überdies auch zur Verantwortung für Land und Gemeinwesen aufgefordert: Sich einzubringen in ihre Heimat mit Kreativität und Leidenschaft. Das wünsche ich uns allen!
Also, feiern wir diesen Tag der Deutschen gebührend und sehen wir auf das, was schon alles erreicht und geschaffen wurde.
In diesem Sinne: Gott segne unser Land!





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