Playlist November 2008
Grau-naßkalter November, oder was? Nicht ganz dieses Jahr. Und mit Musik sowieso nicht so. Schöne Klänge für länger werdende Abende und die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit.
- Moya Brennan - “Angels We Have Heard On High”
Dieser Titel erschien nur auf der US-Version ihres Weihnachtsalbums. Ein sehr schönes Remake dieses Traditionals im klassischen Brennan-Stil. Viele trimmen dieses Lied auf schnell & fetzig, nicht so Moya Brennan; bei ihr ist alles schön gediegen, mit viel Atmosphäre.
CD: “An Irish Christmas”, 2006 [U.S. Edition] / Web - Moya Brennan - “Do You Hear / Don Oíche ud i mBeithil”
… und dasselbe trifft auch auf dieses Traditional nach Brennan-Art zu! Das süße kleine Liedlein enthält dabei auch eine gälische Passage, also in Moya Brennans Muttersprache. Hier ist das Arrangement wiederum sehr niveauvoll gehalten, die Vocals wie immer souverän. Schön, wenn die Trommel schlägt und die Glocke klingt …
CD: “An Irish Christmas”, 2005/06 / Web - Danny Plett - “Wunder über Wunder”
Die gleichnamige CD gilt als echtes Weihnachtspop-Juwel, ebenso ihr Titelsong. Dieses Lied besingt das Wunder der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus. Die Neukomposition kommt festlich-majestätisch mit herrlichen Gesangssätzen daher.
CD: “Wunder über Wunder”, 2004 / Web - Christoph Zehendner - “Macht die Tore auf”
“Macht hoch die Tür” ist eines der populärsten deutschsprachigen Adventslieder. Christoph Zehendners Neukomposition (Musik von Manfred Staiger) knüpft in gewisser Weise daran an. Die gelungene Neuvertonung der Verse aus Psalm 24 unterstreicht insbesondere das innerliche Bereitsein für das Kommen und Wirken Gottes.
CD: Verschiedene: “Er kommt an”, 2006 / Web - Sixpence None The Richer - “The Last Christmas”
Dieses Stück für das erste SNTR-Weihnachtsalbum wurde 2008 von Matt Slocum und Steve Hindalong geschrieben und hat mit dem gleichnamigen Schmachtfetzen aus dem Dudelfunk nichts am Hut (Gott sei Dank :-). Vielmehr geht es um die Perspektive einer Mutter auf ihr neugeborenes Kind und damit auch auf die Geschichte von Maria und Joseph. Inspiriert wurde das Lied vom ersten Kind, welches der Familie Slocum im August 2008 geschenkt wurde. Matt Slocum und seiner Band gelang damit ein starker Festbeitrag, der sich nach mehrmaligem Hören richtig erschließt.
CD: “The Dawn Of Grace”, 2008 / Web - Point Of Grace - “Tennessee Christmas”
Es ist bereits das dritte Weihnachtsalbum von Point Of Grace. Na gut, ehrlichweiser ist es eine “Weihnachts-Bestof” mit einem neuen Song. Dieses neue Stück, der Titelsong, ist ein Cover des Amy-Grant-Klassikers. Und, was soll man groß sagen? So richtig schön schmalziger Ami-Pop aus Nashville! Trotzdem gefällt es irgendwie. Seit zwei Jahren orientieren sich POG hin zum Country und dieses Arrangement hat leichte Anklänge in diese Richtung.
CD: “Tennessee Christmas”, 2008 / Web - Annie Moses Band - “God Rest Ye Merry Gentlemen”
Dieses bekannte Weihnachtslied mal als furiouse Klassik-Pop-Hymne! Die Annie Moses Band hat dieses 6-Minuten-Stück vornemlich Instrumental eingespielt, nur im Intro gibt es die Vocals. Die Instrumentierung ist einigermaßen bombastisch, dennoch finde ich diese Version sehr gelungen. Man muß dem Album einfach eine Chance geben, dann entfaltet es sich.
CD: “This Glorious Christmas”, 2008 / Web - Josh Wilson - “Sing”
Weihnachtlich inspirierter Folk-Pop, der so gar nicht weihnachtlich klingt. Der Singer/Songwriter hat damit ein richtig nettes Loblied auf den Herrn und König geschrieben, dessen Geburtstag wir zu Weihnachten feiern. Seine Einladung zum adventlich-weihnachtlich Singen gefällt mir richtig gut.
CD-EP: “Sing - A Christmas EP”, 2008 / Web - Nichole Nordeman - “Legacy”
Die Singer/Songwriterin geht in diesem autobiographischen Lied der Frage nach, wie jeder Mensch gemocht werden will. Inhaltlich höchst inspirierend, hat ihr das Stück einen großen US-Radiohit beschert und zahlreiches Feedback ihres Publikums. Obwohl schon sechs Jahre alt, hat der Titel nichts von seiner Kraft und Ausstrahlung eingebüßt.
CD: “Woven & Spun”, 2002 / Web - Take 6 - “Someone To Watch Over Me”
Nimm 6 plus 2: Shelea Frazier & Roy Hargrove mischen hier mit. Ein sehr jazziges Stück, welches symptomatisch für das neue Album steht. Take 6 präsentieren eine ganz neue Seite ihres Sounds. Diese Musik fasziniert und zeigt einmal mehr, dass Acapella-Musik überhaupt nicht schmalspurig sein muss.
CD: “The Standard”, 2008 / Web - Take 6 - “A Tisket A Tasket”
Und noch einmal, weil es so schön ist, nimm 6 plus 1: Ella Fitzgerald unterstützt die Jungs bei diesem Fun-Song. Hey, das macht richtig Laune! Funky und soulig, einfach zum Grinsen, Fingerschnipsen und so richtig mitgehen …
CD: “The Standard”, 2008 / Web - Sara Indrio - “Raining Again”
Hier schleicht sich ein verträumtes melancholisches Herbstlied an. Es kommt von der dänischen Singer/Songwriterin und Schauspielerin Sara Indrio. Der Opener ihres Debütalbumes ist der Einstieg zu einem entspannten, durchaus anspruchsvollen Album. Bei jemand, der so gute Musik macht, ist es verständlich, wenn die Schauspielkarriere ruht, zugunsten des musikalischen Schaffens. — Erfreulicherweise hat der 2008er November dem Songtitel nicht allzuviel Ehre erwiesen :-)
CD: “While We Dream”, 2005 / Web - Sara Indrio - “The End Of Me”
Ein treibendes, leicht rockendes Arrangement für dieses schöne Singer/Songwriter-Stück. Entfernt erinnert es etwas an die frühe Amanda Marshall. Sara Indrio beweist, dass ihr vieles liegt zwischen Indie, Pop und Alternative-Rock.
CD: “While We Dream”, 2005 / Web - Jill Phillips - “Your Usual Response”
Dies ist ein absolut überzeugender neuer Song aus “The Good Things”, der nun vorab veröffentlicht wurde. Das infektiöse Arrangement transportiert Lyriks, die sich um das Thema Versagen und Vergebung drehen. Die “gewöhnliche Antwort” Gottes auf menschliche Schwächen, Sünde und Schuld ist dabei die Vergebung.
CD: “The Good Things”, 2008 / Web - Code Of Ethics - “Smile”
Fetziger Synthpop in der Tradition von The Echoing Green oder eben auch wie in der eigenen Bandgeschichte. Barry Blaze alias Code Of Ethics ist wieder da und scheint mehr denn je Freude an flotten Ryhthmen zu haben, wie überhaupt an der Musik.
CD: “Lost In Egypt”, 2008 / Web - Evie Haskell - “My Beautiful Everything”
Der Titelsong von ihrem Debütalbum gefällt mir sehr gut. Produziert von Billy Smiley, ist die Platte meist sehr ruhig und nachdenklich. Das Titelstück ist ein klein wenig “rockiger” und wird zum Ende hin eine richtige Hymne. Der Text preist Gott als den Heiler und den, der gütig gibt und einfach wunderbar ist.
CD: “My Beautiful Everything”, 2006 / Web





Hallo David,
dann hinterlasse ich doch auch mal einen Kommentar, zumal ich gerade in der letzten Woche über zwei interessante Alben “gestolpert” bin, die sich jetzt in meine Playlist November gespielt haben:
Lystra’s Silence - Tremble Here
Leider habe ich noch nicht die Ruhe gehabt, mich in die Texte reinzuhören, aber musikalisch hat mich das Album sehr angesprochen. Es ist nichts, was so nicht schon einmal da gewesen wäre, aber es klingt doch erfrischend neu und gut.
Kendall Payne - That’s why there’s grace
Auch dieses Album ist nicht unbedingt etwas “Besonderes”, aber gut gemacht. Die Stimme und die sparsamen Arrangements passen für mich gut zu den Liedern, was mich bei Lobpreis ohnehin mehr anspricht als ein Bombast-Sound.
Außerdem läuft bei mir derzeit:
Andrew Peterson - Behold the lamb of God
“Alle Jahre wieder” - und alle Jahre wieder gut! War für mich seinerzeit eine echte Entdeckung und ist immer wieder Gast in meinem CD-Spieler.
Andrew Osenga - Letters to the editor, Vol.2
Nunmehr die zweite EP, die Andrew Osenga auf seiner Homepage zum Download anbietet (und nichts gegen eine Spende dafür einzuwenden hat). Die Lieder haben mich noch nicht so sehr angesprochen wie die Titel auf Vol.1, aber vielleicht kommt das noch. Reinhören lohnt sich in jedem Fall einmal!
Philipp Poisel - Wo fängt dein Himmel an
Das Album ist für mich eines der besten, die ich in diesem Jahr zu Ohren bekommen habe! Zwar bin ich über manche Textzeile gestolpert, aber das trübt den positiven Gesamteindruck ganz und gar nicht.
Steven Delopoulos - As If Love Was A Sword (NoiseTrade Exclusive B-Sides)
Wie der Titel schon verrät, bin ich bei Noisetrade auf diese B-Sides gestoßen, nachdem einige davon schon auf Steven’s Myspace-Seite zu hören gewesen waren. Und einige Titel hätte für mich das Zeug gehabt, mit auf das letzte Album “Straightjacket” zu kommen. Na gut, nun kann ich sie mir trotzdem anhören!
Herzliche Grüße
Derek