Point Of Grace - A Christmas Story
Point Of Grace scheinen das “Problem” aus meiner Sicht gut gelöst zu haben. Leichtfüßig gleitet der Sound vor sich hin, nur an ganz wenigen Stellen geht man eine Ehe mit der Kitschigkeit ein. Obwohl der Gesang der vier Mädels sehr soulig an den Ohren fühlt, wird es nicht nervig, wie so oft bei Branchenkollegen. Man hört hier deutlich den Spaß und die Spielfreude der Musiker heraus. Das gesamte Album ist in einer Linie gehalten, Ausrutscher gibt es keine. Alles ist poppig arrangiert, hier und da mit Elementen aus der Klassik und dem Jazz.
Eingesetzt wird mit einer kurzen Instrumentalversion von “Joy To The World”, die den Hörer auf das noch Kommende weihnachtlich einstimmt. Schön ist, dass fünf ganz neue Weihnachtslieder mit aufgenommen wurden. Der Rest sind einige mehr oder weniger bekannte Titel aus dem Standard-Repertoire. Wobei ich mich allerdings sehr gewundert (bzw. gefreut!) habe, dass es tatsächlich keine Version von “Silent Night” auf der CD gibt. Ausgeglichen wurde dieser “Wehrmutstropfen” für unsere amerikanischen Freunde durch den Schmachtfetzen “O Holy Night” (das ja fast schon genauso bekannt ist dort) und dem fetzigen “Jingle Bell Rock”.
Bei den Texten wurde so verfahren, dass nur die fünf neuen Stücke mit allen Strophen abgedruckt sind (die ganzen Traditionals leider nicht - Nachteil beim mitsingen…). Dafür glänzen diese Texte durch Tiefgang und Deutlichkeit in den Aussagen - was wiederum sehr erfreulich ist.
Fazit: Diese moderne Weihnachts-CD ist durchaus auch über den Kreis der Point Of Grace-Fans hinaus zu empfehlen. Entgegen aller Kritik und sogar Vorwürfen, die es im Jahr der Veröffentlichung hagelte, ist das Album sehr gut hörbar. Überraschenderweise ist dem Quartett also die richtige Mischung gelungen!
—David Decker für CCM-Rezis, Dezember 2000
Daten: 12 Titel / 52 Min.
Musikstil: Weihnachts-Pop
Label(s): 1999 Word Entertainment, USA / online
Im Web: offizielle Site / bei MySpace






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