WordCamp 2009 in Jena - Die Nachlese

Hervorgewagt: Vom WordPress-Blog-Dashboard zum live-Austausch

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Treffpunkt für WordPress- und BarCamp-Fans und solche, die es werden wollen: Jena in Thüringen (Foto: DECKERWEB, bei flickr)

(Jena.) Das WordCamp 2009 in Jena war mein erstes eintägiges BarCamp. Doch gerade deswegen war der 14. Februar 2009 eine rundum gelungene Sache. Die räumlich und zeitlich kompakte Veranstaltung auf der 27. Etage des JenTowers (a.k.a. Intershop Tower; ein Wahrzeichen der Stadt) bot vielfältige Anregungen, nicht nur für WordPress-Nutzer bzw. -Webmaster. Es war in erster Linie ein großes Meet’n'Greet, wo sich die deutsche WordPress-Szene traf. Nun konnte man die Menschen hinter den Pixeln einmal live erleben. Und zu alledem war ja auch WordPress-Erfinder Matt Mullenweg aus den USA angereist, um die deutsche Szene besser kennenzulernen.

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Das WordPress-Deutschland Team (Foto: DECKERWEB, bei flickr)

Location & Orga vom Feinsten
Die Veranstaltung wurde organisiert und verantwortet vom WordPress-Deutschland Team und dem Team des BarCamp Mitteldeutschland bzw. den Bewerberblog-Mädels. Hier funktionierte alles reibungslos und es gab zahlreiche “Sonderfeatures” inklusive, wie ausreichend Sonntagmorgen-Kaffee, lecker Brezen, T-Shirts, Buttons und Aufkleber usw. In dieser Hinsicht konnten sich alle Teilnehmer - aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich - sehr wohl fühlen. Hinzu kam die grandiose Aussicht, bzw. Rundumsicht, auf die Thüringer Metropole, die ja gemeinhin als Leuchtturm im Südosten Deutschlands gilt.

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West trifft Ost: WordPress-Erfinder Matt Mullenweg mit David Decker von ekkaleo (Foto: DECKERWEB, bei flickr)

Routine & Begeisterung
Die Sessions des BarCamp bzw. WordCamp waren wie gewohnt auf solchen Events sehr abwechslungsreich und mit der gewohnten Lockerheit. Allerdings läßt sich mittlerweile eine gewisse Routine feststellen: Session-Macher und -Teilnehmer wissen inzwischen, was abgeht. Denn nach meiner Schätzung waren sicherlich mehr als zwei Drittel keine BarCamp-Neulinge mehr, kannten also das “Spiel”. Diskursbeiträge, Ergänzungen usw. kamen dann auch überall sehr flüssig und boten reichlich Mehrwert. Ich habe mir unter anderem die Sessions zu WordPress MU, Mobile Websites und dem Thema ‘Bloggerverband?’ angetan, die alle sehr lehrreich waren - jede auf ihre Art. Der 17-jährige Dennis Morhardt beispielsweise ist ein absolutes Positivbeispiel für Fachkompetenz, Leidenschaft und Begeisterung. Er bringt WPMU, BuddyPress und einige andere Sachen in Deutschland ziemlich voran und hilft damit vielen Bloggern, Webmastern, letztlich Organisationen und Firmen. Ich denke, er wird sicher bald weitere Supporter finden und das Team kann somit wachsen.

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Volle Session-Agenda (Foto: DECKERWEB, bei flickr)

Regionale Plattform?
Ich war zusammen mit 4 Erzgebirgsbloggern vor Ort, wobei “Blogger” nicht ganz ausreicht, denn es sind Kollegen und auch Freunde. So kommt innerhalb des großen Gemeinschaftsgefühls auch noch ein “Regionales” auf. Neu, aber sehr erfreulich für uns war es, von anderen wahrgenommen und angesprochen zu werden. Unsere erzgebirgische Bloggerplattform stößt auf Interesse und Wohlwollen. Vielleicht können andere wachsende Blogregionen (wirklich mal geographisch gesehen) davon profitieren? Wer weiß, wir stehen auf jeden Fall für einen weiteren Erfahrungsaustausch zur Verfügung.

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Session mit Dennis Morhardt von WPMU-Deutschland (Foto: DECKERWEB, bei flickr)

Vertretung für Blogger?
Ein Thema bewegt mich neben den ganzen technischen Sachen noch immer besonders: nämlich die Sache mit dem ‘Bloggerverband ja oder nein?’. Alper Iseri und Robert Basic hatten dazu die anregende Session gehalten. — Ich bin auf jeden Fall dafür, denn so ein Verein hätte viele Vorteile! Allerdings unter zwei Bedingungen: dass es möglichst dieses Jahr noch losgeht (vom Reden endlich rein in die Praxis!) und sich dort die nach vorn denkenden, sachorientierten Blogger-Leute zusammentun. Als Rechtsform schlage ich einen gemeinnützigen Verein vor. Vorstand, Satzung usw. kann man direkt vor oder nach einem BarCamp wählen, das spart zusätzliche Termine und Ressourcen. Als Ziele bzw. Inhalte sollte es um genellere Blogger-Interessenvertretung, einige allgemeine Rechtsinformationen sowie der Koordination von Medienbeziehungen gehen, um einmal drei zu nennen.

Alles in allem bot Jena 2009 einen tollen Rahmen für eine hochkarätige Veranstaltung. Wie dem allgemeinen Tenor zu entnehmen war, wird es wieder ein WordCamp bzw. BarCamp Mitteldeutschland geben. Wann und wo bleibt abzuwarten; ich vermute ganz stark, dass es 2010 eine entsprechende Fortsetzung gibt.

Berichte auf anderen Blogs, Bilder, Videos, etc.:

 

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Voller JenTower kurz vor der Keynote von Matt Mullenweg: Surfen und Fachsimpeln … (Foto: DECKERWEB, bei flickr)

Über den Autor

David Decker

Ein Erzgebirger, Jahrgang 1977. Musikliebhaber, Radfahrer, Webseiten- und Bücherleser, Kommunalpolitiker, Gemeindemitarbeiter, Gotteskind, Blogger, WordPress-Anwender... Und: Herausgeber von ekkaleo.de [weitere Infos hier...]

2 Reaktionen zu “ WordCamp 2009 in Jena - Die Nachlese ”

  1. [...] könnt ihr Einschätzungen von David Decker und René Goldschadt lesen. Hier ein Interview mit Robert Basic auf dem [...]

  2. Also wenn ich den Rückblick auf das Wordcamp hier so lese, würde mich mal eine Liste mit weiteren derartigen Veranstaltungen interessieren, denn es scheint ja nicht nur als Kontaktmöglichkeit gedient zu haben, sondern wirklich jede Menge Wissenswertes vermittelt worden zu sein. Gibt es irgendwo so eine Liste?

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