Ehrenamtlich Leben retten! – Der FeG-Sanitätsdienst

Nächstenliebe und Verantwortung: Der FeG-Sanitätsdienst (Foto: DECKERWEB)

Nächstenliebe und Verantwortung: Der FeG-Sanitätsdienst (Foto: DECKERWEB)

Gut, dass wir einander haben – Nächstenliebe wird praktisch

Am letzten Tag des 6. Kongresses christlicher Führungskräfte in Düsseldorf traf ich auf das Team des FeG-Sanitätsdienstes. Davor hatte ich keine blasse Ahnung, dass es sowas überhaupt gibt, doch das Projekt hat mich begeistert. Das 7-köpfige Team hat erstmals die offizielle Absicherung eines solchen Kongresses geleitet – und das alles ehrenamtlich! Der herzliche Empfang am “Stand” (besser: Einsatzzentrale!) und die Hintergründe des Dienstes haben mich sofort überzeugt. Gerne stelle ich diese vorbildliche Initiative vor, die auch für Gemeinden eine ganze Menge zu bieten hat.

Seit 1995 leistet das Team – derzeit rund 30 Leute aus ganz Deutschland – bundesweit erste Hilfe bei Großveranstaltungen. In erster Linie sind das Events, wo der Bund Freier evangelischer Gemeinden (FeG) Veranstalter bzw. Mitveranstalter ist. Das Team ist der betriebliche Sanitätsdienst FeG und nach wie vor eine freie Initiative, die jedoch nach professionellen Grundsätzen arbeitet. Insbesondere bei den Bundesjugendtreffen der FeGs ist der Sanitätsdienst anzutreffen, aber auch bei Gemeindekongressen, Regionalkonferenzen, Frauentagen, Sportfesten oder eben auch beim Christival 2008 in Bremen.

Klaus Zörb leitet den FeG-Sanitätsdienst (Foto: DECKERWEB)

Klaus Zörb leitet den FeG-Sanitätsdienst
(Foto: DECKERWEB)

Aktiv-Urlaub mit Erster Hilfe
Unter Leitung von Klaus Zörb sind Ärzte, Krankenschwestern, Sanitäter und weitere Helfer im Einsatz, natürlich alle mit entsprechender Ausbildung für diese Arbeit. Sie opfern ihren Urlaub und freie Wochenenden, um für andere Menschen unterwegs und im Dienst zu sein. Dennoch ist der Einsatz für sie nicht nur Opfer, sondern auch Gewinn: Es ist wie ein Aktiv-Urlaub, wo Leute mit ganz verschiedenen Charakteren aus verschiedenen Gemeinden zusammen sind, sich gegenseitig ergänzen, Menschen helfen und Erfahrungen mit ihrem Gott machen.

Klaus Zörb und sein Team sehen ihr Engagement als „Schmierstoff im Getriebe solcher Großveranstaltungen.“ Man sei tätig als Christ, leiste erste Hilfe, gebe aber auch Fachwissen weiter bei Schulungen in Gemeinden. Es gehe um ein ganzheitliches Leben als Christ, wo eben nicht nur gebetet, sondern auch gedient wird. Nächstenliebe wird ganz groß geschrieben und praktisch umgesetzt. Der liebevolle Umgang ist wichtig, genauso wie professionelle Hilfe nach besten medizinischen bzw. technischen Möglichkeiten.

Blutdruck messen - Die Mitarbeiter im Einsatz (Foto: DECKERWEB)

Blutdruck messen - Die Mitarbeiter im Einsatz (Foto: DECKERWEB)

Konkreter Nutzen für Gemeinden bzw. Veranstalter
Für christliche Veranstalter bzw. Gemeinden ist das Engagement des FeG-Sanitätsdienstes von großem Nutzen, denn es handelt sich um Glaubensgeschwister, die mit dem Veranstalter an einem Strang ziehen. Durch die ehrenamtliche Tätigkeit können auch Gelder eingespart werden, die dann wieder der jeweiligen Veranstaltung zugute kommen. Zudem können sich so fachlich versierte Mitarbeiter vor Ort ganz praktisch mit einbringen.

Der FeG-Sanitätsdienst bietet auch Weiterbildung für Gemeinden, Jugendkreise bzw. Veranstalter an: Es gibt sowohl kleine Trainingseinheiten für die Erste Hilfe (kann man nicht oft genug trainieren!) als auch professionelle Lehrgänge für Firmen und Organisationen. So wünscht sich Klaus Zörb und seine Mannschaft auch noch mehr Einsätze bei Großveranstaltungen, so wie jetzt im Februar 2009 auf dem Kongress in Düsseldorf. – Ich meine, diese „Referenz“ dürfte auf jeden Fall für sich sprechen!

Gesetzliche Auflagen erfordern Engagement und Schulung
Was viele Gemeinden bzw. Veranstalter (noch) nicht wissen: die gesetzlichen Auflagen für Veranstaltungen sind in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. So muss für Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern auf jeden Fall eine medizinische Absicherung sichergestellt sein. Doch auch für kleinere Events ist dies praktisch erforderlich, auf die sogenannte „Grauzone“ sollte man sich hier nicht verlassen. Christen sollten überall mit gutem Beispiel vorangehen, so auch hier. Der FeG-Sanitätsdienst steht nicht nur dafür mit Rat und Tat zur Seite. Aufgrund der gewachsenen Strukturen und der über 10-jährigen Einsatzerfahrungen kann die Initiative Einsätze, Weiterbildung, Schulung und jede Menge Tipps anbieten.

Übrigens, Kooperationspartner des FeG-Sanitätsdienstes ist neben dem Bund FeG und christlichen Veranstaltern auch die Organisation „humedica“.

Anfragen & Kontakt
Für alle Weiteren Fragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des FeG-Sanitätsdienstes zur Verfügung:
» Kontakt über die Webseite der FeG …
(eigene Homepage geplant)

  • Anfragen für Einsätze bei (Groß-) Veranstaltungen
  • Anfragen für Trainingslehrgänge vor Ort
  • Anfragen von Interessierten Helfern, die im Dienst mitmachen wollen
  • Spenden für die ehrenamtliche Tätigkeit sind ebenfalls gern willkommen

Über den Autor

David Decker

Ein Erzgebirger, Jahrgang 1977. Musikliebhaber, Radfahrer, Webseiten- und Bücherleser, Kommunalpolitiker, Gemeindemitarbeiter, Gotteskind, Blogger, WordPress-Anwender... Und: Herausgeber von ekkaleo.de [weitere Infos hier...]

5 Reaktionen zu “ Ehrenamtlich Leben retten! – Der FeG-Sanitätsdienst ”

  1. Klasse, dass du den Trupp hier vorstellst! Ich finde es bewundernswert, was sie machen und wünschte, in meiner Gegend würde es auch so ein großes Engagement geben. Ich freue mich sehr darüber, dass du ihnen einen so großen Blog-Artikel gewidmet hast! Klasse!

  2. Ich bewundere Menschen wie diese. Ich weiß nicht ob ich das könnte. Ich bin immer sehr hilfsbereit wenn es darum geht jemanden über die Straße zu helfen oder eben beim Einkaufen oder kleine Kinder brauchen hilfe. Da bin ich dabei, aber weiter könnte ich nicht gehen, denn ich würde mir da zu viele Gedanken machen über die Personen und ich wäre einfach viel zu betroffen und zu sensibel darum bin ich froh, dass es Menschen gibt, die so etwas machen können und dann auch machen.

  3. Ich finde das auch ganz toll, daß mal jemand über unsere ” Helden ” schreibt. Wir gehören ja alle zu denen die immer nur über Taten reden ( zu mindest die Meisten ), aber wirklich aktiv und immer helfen tun nur die Wenigsten. Deswegen Hut ab, und das ganze auch noch Ehrenamtlich. Einfach aus Überzeugung, daß finde ich toll!

  4. Ich finde es beachtenswert, dass es noch solche Menschen in unserer heutigen Gesellschaft gibt. Denn nicht jeder verbringt seine freie Zeit, zum Wohle für seine Mitmenschen. Und gut finde ich auch, dass endlich einmal jemand über die vielen freiwilligen Helfer berichtet und ihnen auf diese Art und Weise wenigstens ein kleines Danke sagt.

  5. Diese Menschen werden oft vergessen. Obwohl sie ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft sind.

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