Gott dieser Stadt
Seit Monaten geht ein Hit um die Welt: “God Of This City” von Bluetree. Die inzwischen schon mehrfach zur Nachfolgeband von Delirious? (Auflösung 2009) ausgerufene Band lebt momentan quasi von dem Hype um diesen Song. Eigentlich bereits auf ihrem Debütalbum “Greater Things” 2008 erschienen, wird die Platte derzeit in Amiland mit dem Songtitel jetzt als Albumtitel neu veröffentlicht. Die Gefahr eines sogenannten “One-Hit-Wonders” ist dabei nicht ganz ausgeschlossen, aus meiner Sicht jedoch eher nicht gegeben. Zu gut ist die Truppe aufgestellt, hat Potential im Songwriting zu bieten und macht vieles richtig, auch wenn sie eher im klassischen Worship-ModernRock anzusiedeln sind, also auch das (Worship-) Rad nicht neu erfinden. Bluetree scheint mir wirklich eine coole Formation zu sein, die ihr Ding durchziehen. Mal abwarten, was da noch passiert.
Dabei ist das Stück erst so richtig durch die 2008er Coverversion von Chris Tomlin durchgestartet und konnte sich somit etablieren. So ist das eben manchmal. Doch wohlverdient, können die echten Urheber nun auch Credit für ihre kreative Arbeit ernten. Mal sehen, wie viele Cover es dann in ein, zwei Jahren gibt … :-) — Hier im Video erklingt übrigens eine sehr schöne Akustikversion zum Genießen!
Auf jeden Fall ist “God Of This City” ein starker Song. Unstrittig. Ich hab ihn zwar auch erst beim zweiten oder dritten Anlauf entdeckt, doch die Gründe ‘warum’ liegen einfach auf der Hand: Es ist einer dieser Soundtracks für eine urbane Kultur der Postmoderne, wo der Glaube wieder eine natürliche Rolle spielt.
Die Attribute in dem Lied sind ganzheitlich, umfassen den Alltag 24/7 (24 Stunden, 7 Tage die Woche). Da wird ein Gott vorgestellt, der Gott mitten in der Stadt ist, mitten im pulsierenden Leben, aber immer noch der heilige und gerechte Gott, der ewig ist. Da wird Trauer und Freude geteilt, ebenso wie neue Hoffnung für Hoffnungslose. — Es ist großartig, wenn sich auch in dem immer mehr verstädterten “hochmodernen” Leben unserer Generation Anbeter finden. Anbeter, die dieser Gott sucht, der ein Gott aller Menschen sein will - und noch große Dinge vorhat, auch und gerade in den Städten, den Leuchttürmen des 21. Jahrhunderts.
In diesem Sinne: Es gibt keinen, wie unseren Gott - den Gott dieser Stadt!
P.S. Auch von diesem Song gibt es zahlreiche Videoversionen, zum Beispiel diese gelungene “Belfast-Version”.





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