ProChrist aus Chemnitz in Sachsen - So viele Menschen!

Menschenmassen strömen zu ProChrist 2009 - Für manchen unerwartet viele ... (Foto: prochrist.de)

Menschenmassen strömen zu ProChrist 2009 - Für manchen unerwartet viele ...
(Foto: prochrist.de)

(Chemnitz/ Ehrenfriedersdorf) Bevor wir als Beterkreis bei der lokalen ProChrist-Übertragung in “meiner” Bergstadt Ehrenfriedersdorf zusammentraten, gab es diese beiden Nachrichten: bereits am Nachmittag meldete der Verkehrsfunk in Chemnitz große Verkehrsbehinderungen in der Gegend der Chemnitz-Arena, dem ProChrist-Veranstaltungsort 2009 - wegen ProChrist!. Und: Am Vortag hätte ProChrist für Kids mit rund 6.200 Kindern bzw. Eltern stattgefunden - gerechnet hatte man ursprünglich mit rund 3.000 … Wir staunten und wurden sehr dankbar darüber!

Nach dem ersten ProChrist-Abend lauschte ich noch etwas dem Evangeliumsrundfunk (ERF) und stellte ebenso ein Staunen über den Besucheransturm fest. Jedoch kam dieses Staunen sehr “ungläubig” bzw. überrascht daher. Es wurden Interviews geführt und Erklärungen gesucht, warum es im vermeintlich atheistischen Osten soviele Leute gibt, die interessiert zu ProChrist strömen. Wie kann das sein? Sind das nicht Neue Bundesländer, wo alles erst im Aufbau, im Entstehen ist?

Ich mußte wirklich schmunzeln darüber, nicht überheblich, nein, einfach so. Und mir fällt weiter dazu ein: DEN Osten gibt es überhaupt nicht (bemerkte Kurt Biedenkopf richtigerweise schon in 90er Jahren… :). Es gibt maximal Länder wie Sachsen und seine Nachbar(bundes)länder. Und in Südwestsachsen befindet sich eben so etwas wie ein Bibelgürtel im Südosten Deutschlands. Es gibt nicht nur das sogenannte ‘fromme Siegerland’ oder stark pietistisch geprägte Regionen in Baden-Württemberg. Es gibt da eben auch solche Phänomäne im Chemnitzer Umland und im Erzgebirge. Noch dazu, wo Sachsen eines der ältesten Deutschen Länder ist, weitaus geschichtsträchtiger als manche “Bindestrich-Länder” …

Das allein ist kein Staunen oder Schmunzeln wert. Mein Staunen bezieht sich darauf, dass selbst viele fromme Leute in Deutschland das seit 19 Jahren noch nicht mitbekommen haben (wollen). Dabei kam etwa mit Jürgen Stabe der erste gesamtdeutsche Vorsitzende der Evangelischen Allianz aus Annaberg-Buchholz, der Hauptstadt des Erzgebirges. Man spricht von diesem Erzgebirge gerne als dem “christlichen”, doch dabei ist selbst das nur eine Facette meiner wunderschönen Heimatregion. Sicher, es gibt viele Gemeinden, Kirchen, Gemeinschaften, erweckliche Kreise usw. Doch es gibt auch viele Menschen bzw. Gruppen von Menschen, denen ist das Leben als Christ im Alltag und die Gemeinschaft mit anderen Christen eher oder gar völlig fremd.

ProChrist 2009 in Chemnitz ist ein segensreicher “Glücksfall” für die ganze Region: Christen und Gemeinden werden ermutigt, blühen im und mit dem Evangelium neu auf! Sicher eine Hauptwirkung von ProChrist überhaupt. Die zweite Hauptwirkung ist die Weitergabe dieses Evangeliums durch Wort und Tat. Menschen werden ermuntert, da kreaktiv zu werden. Und natürlich wollen die Chemnitzer, die Erzgebirger und die restlichen Sachsen auch einfach nur mal gucken, was es da mit dem Bruder Parzany und dem ganzen frommen Treiben so auf sich hat :-) — Allein, wer wöllte es ihnen verdenken?!

Und da kann man eben schon mal beherzt schmunzeln, wenn mancher Berichterstatter oder Organisator aus der westlichen Himmelsrichtung wenig bis gar nichts über die Regionen weister östlich weiß - wohlgemerkt im eigenen Lande. Diese kleinen Episoden mag es geben, doch sie sind nicht das Allerwichtigste, entscheidend bleibt, dass der Menschenstrom nicht abreißt und das jeder, der mit Zweifeln kommt, auch die Möglichkeit und Einladung zum “Staunen” erhält!

In diesem Sinne: Es walte Gott!

Über den Autor

David Decker

Ein Erzgebirger, Jahrgang 1977. Musikliebhaber, Radfahrer, Webseiten- und Bücherleser, Kommunalpolitiker, Gemeindemitarbeiter, Gotteskind, Blogger, WordPress-Anwender... Und: Herausgeber von ekkaleo.de [weitere Infos hier...]

3 Reaktionen zu “ ProChrist aus Chemnitz in Sachsen - So viele Menschen! ”

  1. Ich bin überrascht, weil es so viele Leute! Es ist nur, wie viele glauben!

  2. Als ich vor einem Jahr vom Norden (Westen) in den Osten nach Dresden gezogen bin war ich auch ziemlich erstaunt vom Glauben in dieser Gegend. Ich muss gestehen auch ich war vorher nicht so bewandert mit den neuen Bundesländern, hätte aber auf Grund der Rolle der Kirche in der ehem. DDR anderes vermutet.

  3. 2009 ProChrist überrascht mich dessen Inhalt. Zog eine Menge Leute, und ich denke, alle gingen zufrieden und glücklich. Eine Übung hat positive Auswirkungen auf unsere Mitarbeiter, ist es notwendig, die Sammlung von so großen Zimmer.

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