Sehnsucht nach dem Besten – Düsseldorf, Tag 4, KCF09

Das Beste für die Gesellschaft suchen - Podiumsgespräch am letzten Kongresstag
(Foto: DECKERWEB)
Dritter Kongresstag beim Führungskräftekongress
(Düsseldorf) Das Wort zum Tag kam am letzten Kongresstag von Hans-Peter Royer (Österreich, Fackelträger), einem der bekanntesten christlichen Redner im deutschsprachigen Raum. Er sprach ausgehend von den Bibelworten aus 1. Mose 32,27b und Johannes 7,37b+38 zum Thema Segen und dem „Durst nach Gott“. Die Worte waren Evangelium pur und gingen jeden im Saal etwas an; Hans-Peter Royer sprach uns ins Herz. Seine Rede war nicht bequem, dafür wahr und wirklich aufbauend. Er scheute sich nicht, Sünde und Heuchelei anzusprechen, aber genauso ein geheiligtes, lebendiges Leben mit Jesus Christus.
„Ein guter Gärtner liebt nicht nur Blumen, er haßt auch das Unkraut. […] Und Jesus sagt uns, ‚hört auf mit eurem Schauspielen!‘. Das heißt zum Beispiel: Bete nicht im Gebetskreis für verlorene Menschen, für Aufbrüche und Bekehrungen, wenn du privat nie dafür betest. Das nennt Jesus Heuchelei. Bete auch nicht vor Menschen, wie sehr du Jesus liebst, wenn du im privaten Leben keine einzige Minute mit ihm allein verbringst. Das ist Heuchelei. Und Jesus verurteilt einen solchen Geist, der andere Menschen beeindrucken will, aber nicht ehrlich ist vor Gott.“„Jesus starb nur für Sünder!“
„Fehler und Schwächen einzugestehen, macht dich attraktiv vor Menschen. Sünde zu bekennen, macht dich hässlich vor Menschen. […] Vor Gott ist es genau umgekehrt: Gott kann Fehler nicht vergeben, weil, Er ist nicht für Fehler gestorben. Aber Gott kann Sünde vergeben und kann durch die Kraft des Heiligen Geistes in Sünde helfen, sie sogar heilen!“
„Eine Art, wie Gott Durst erwecken will, hat Er uns gesagt: ‚Ihr seid das Salz der Erde!‘ Das heißt, so wie ein Christ in der Beziehung zu Jesus und den Mitmenschen lebt, sollen andere Menschen einen Durst kriegen, eine Sehnsucht nach Gott; nach dieser Freiheit.“
~Hans-Peter Royer, 28. Februar 2009, Düsseldorf
Gesellschaftsveränderung diskutiert
Der Samstag war als letzter Kongresstag mehr oder weniger eine Plenumsverstaltung in geballter Form. Der deutsche Handwerkspräsident Otto Kentzler berichtete sehr ambivalent von seinen Erfahrungen als Handwerker und Verbandsvertreter sowie seinen Ansichten zur nationalen Wirtschaftspolitik und Ethik. Die Rede hatte wie gesagt ihre Längen, aber auch erhellende Einblicke. Die Podiumsdiskussion wurde wie am Vortag von Pfarrer Bernd Merz ([tru:] TV/ BibelTV) moderiert; dieses Mal war das Thema „Gesellschaft verändern“. Das Podium war kontrovers und gut besetzt und somit konnten Erkenntnisse verzeichnet werden. Evangelist Ulrich Parzany vertrat engagiert und nachhaltig einen evangelistischen, authentischen Ansatz, insbesondere für die Institution Kirche, er forderte sinngemäß radikale Jesus-Nachfolge und kein „frommes Weicheiertum“. Der bekennende Christ, 4-fache Familienvater und CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann Gröhe ließ sich von den anderen Diskutanten nicht aufs Glatteis führen und vertrat eloquent und nachvollziehbar einen mitfühlenden Konservatismus. Mir gefiel das sehr gut, allerdings könnte man hier und da doch einiges mehr von den vielen Christen im Bundestag erwarten, meine ich (ebenso wie CJD-Vorsitzender Hartmut Hühnerbein tags zuvor…). Maria Steuer, Kinderärztin und Initiatorin eines Familiennetzwerkes, mahnte Einsatz für Kinder und Familie an. Sie bekam sehr viel Applaus für ihre Positionen.
Peter Hahne hilft suchen
Dem Fernsehmoderator und Buchautor Peter Hahne verblieb es einmal mehr vorbehalten, das Schlussreferat zu halten. Sein Thema: „Suchet der Stadt Bestes“. Seine bildhafte, mit sehr vielen Zitaten gespickte, Rede war lebendig, doch haarscharf am eigentlichen Motto vorbei, leider. Zum Besten für die Stadt hat er wenig gesagt, das fand ich schade, denn die allgemeinen Formulierungen für die Bundespolitik lassen sich ja relativ einfach ableiten. Die Schwierigkeit bleibt nach wie vor, was dies heruntergebrochen auf die kleinen Einheiten bedeutet! Dennoch gab Hahne mancherlei Inspiration ab und vor allem Ermutigung auf der Kongress-Schlußetappe.
Kongressende und Ausblick
idea-Vorsitzender Horst Marquardt sprach von Veranstalterseite das Kurzfazit des Kongresses und verabschiedete hernach alle mit Gebet und Segen. – Da lag nun schneller als Gedacht mein erster Führungskräfte-Kongress hinter mir, zumindest offiziell. Nun begann in der Ausstellungshalle eine quirlige Aufbruchstimmung, einige Stände kamen in Rekordzeit runter „von Hundert auf Null“. Nach drei Tagen hatten viele Standbetreuer immer noch ziemlich viel Power, alle Achtung. Noch ein paar letzte Bilder und schon schwangen wir uns ins Auto, rollten heimwärts ins geliebte Erzgebirge. Die Sehnsucht nach dem Besten für unsere Städte, unsere Region(en), unser Land geht jedoch mit uns. Nun kommt es auf die Praxis an – in jeder Hinsicht. Ein nächstes Zusammentreffen und Austauschen, nicht nur für Führungskräfte, wird es dann vom 24. – 26. Februar 2011 in Nürnberg geben!

Zum Kongressende noch einmal Mitmachlieder: das Kongress-Orchestra
(Foto: DECKERWEB)
Weitere Berichte:
- idea-Bericht vom Peter-Hahne-Vortrag
- idea-Bericht von der Podiumsdiskussion
- idea-Bericht vom Vortrag von Bischof R. Marx (München)
- Abschlußbericht bei jesus.de
- Abschlußbericht des Adventistischen Pressedienstes (APD)
- Videos: Beiträge von BibelTV
Blogbeiträge:







[...] noch mehr über den Kongress lesen möchte, schaut sich am Besten einfach bei Ekkaleo um (vielen Dank an David Decker! @David: Übrigens schade, dass es mit einem Treffen am Freitag [...]
Danke für den Beitrag, ich selbst war zwar nicht bei dem Kongress dabei, doch dank der intensiven Berichterstattung hier konnte ich doch einiges aus diesem mitnehmen. Besonders die Reden fand ich allerdings teilweise etwas zu langatmig, aber das ist ja auch schon aufgefallen. Insgesamt war es aber sicher ein interessantes Erlebnis.
@Daniel:
Hi und herzlich willkommen hier!
Mmh, stimmt, manche Reden waren etwas zu lang oder unkonkret. Insgesamt war es aber ein hochinteressantes Erlebnis, die Tage in Düsseldorf. Viele Gedanken und Anregungen wirken noch nach; muss alles erstmal verdaut werden.
Hans Peter Royer ist sehr sehr gut. Kann ihn nur empfehlen. Hab ein paar gute Predigten auf erweckt.de hochgeladen (http://www.erweckt.de/predigt/download/Hans_Peter_Royer_mp3.html)
@Helm:
Ja, HPR ist wirklich herausfordernd, habe schon einiges von ihm gehört. Danke für den Link und die Predigten!